Skip to main content

Kredit-Zinsen: Wie Verbraucherzentrale NRW die ING-Diba pusht

Die Verbraucherschützer von der Verbraucherzentrale NRW kämpfen gegen Lockvogel-Angebote bei Krediten, gegen „irreführende Niedrigzins-Werbung“. Der Postbank hat Hartmut Strube von der Verbraucherzentrale NRW sogar eine Abmahnung geschickt. In der Pressemitteilung vom 7.11.2007 kommt nur eine Bank gut weg. Und zwar die ING-Diba, die über Jahre die Verbraucherzentrale NRW mit großzügigen Spenden bedacht hat und das nach meiner Vermutung noch heute tut. 
Über ihren Bespender ING-Diba schreibt die Verbraucherzentrale NRW (Finblog berichtete):

Dass es auch anders geht, bewies allein die ING-DiBa AG. Bei sämtlichen Abfragen offerierte die Internetbank ihren in der Werbung herausgestellten Zinssatz von 7,45 Prozent.

Das fällt für mich unter die Kategorie Dumm-Vogel-Werbung. Denn mit den netten Worten über ihre Bespender-Bank wird die Öffentlichkeit von der Verbraucherzentrale m.E. hochgradig für dumm verkauft.

1. Der aktuell beworbene ING-Diba-Zinssatz bei Ratenkrediten (von denen ist die Rede) beträgt nicht 7,45 Prozent, sondern „ab 8,2 Prozent“.

Dieser Zinssatz war möglicherweise zum Zeitpunkt des „Tests“ noch geringer, die zwischenzeitliche Erhöhung hätte die Verbraucherzentale NRW aber bemerken und erwähnen müssen. So werden Verbraucher mit einem Zinssatz gelockt, den es nicht mehr gibt.

2. Die ING-Diba hat wie andere Banken ein „Ab“-Angebot mit Fußnote. Der groß herausgestellte Zins gilt nur bei einem Kreditvolumen ab 10.000 Euro. Darunter ist es deutlich teurer. Und unter 5.000 Euro gibt die ING-Diba gar keinen Ratenkredit.

Die Verbraucherzentrale NRW behauptet, sie hätte in ihrem „Test“ Kredite zwischen „750 bis 10.000 Euro“ abgefragt. Sie hätte also feststellen müssen, dass es unter 10.000 Euro entweder gar keinen Kredit von ING-Diba gibt oder nur einen mit einem deutlich höheren Zinssatz als groß herausgestellt. Noch mal die Aussage über die Bespender-Bank ING-Diba:

Dass es auch anders geht, bewies allein die ING-DiBa AG. Bei sämtlichen Abfragen offerierte die Internetbank ihren in der Werbung herausgestellten Zinssatz von 7,45 Prozent.

3. Dass die ING-Diba stets den „in der Werbung herausgestellten Zinsatz offeriert“, ist außerdem schon deshalb falsch, weil die ING-Diba ganz groß den Nominalzins nennt. Entscheidend ist aber, was am Ende als Effektivzins offeriert wird. Und der ist immer höher als der Nominalzins. Den Werbezins (nominal) gibt es erst ab 10.000 Euro.


Kommentare

Andreas Kunze 11. November 2007 um 20:25

@Florian: Ja, man k

Antworten

Der Goblin 10. November 2007 um 22:18

Unglaublich, da

Antworten

Volker 10. November 2007 um 14:19

@Florian Kaiser

Prima Idee der Vorschlag mit dem Fernsehauftritt. Am besten im WDR, wo man die Pressemitteilung der Verbraucherzentrale NRW direkt zu der

Antworten

Florian Kaiser 10. November 2007 um 13:03

Die Beschreibung zu Herr Strube wirkt nun wie blanker Hohn.

"Blindes Vertrauen auf [.. die Verbraucherzentrale] ist […] erheblich teurer" – So m

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *



Bewertungen & Erfahrungen: Finanzexperte Andreas Kunze » Finanzwissen » Kredit-Zinsen: Wie Verbraucherzentrale NRW die ING-Diba pusht