Hausratversicherung: Wie ist das Geld zu Hause versichert?

Bargeld zu Hause im guten alten Sparstrumpf aufbewahren? Möglich ist das – aber ein solches „Homebanking“ kann zu Problemen mit der Hausratversicherung und Finanzamt führen.

Das Bargeld und die Hausratversicherung

Eine private Finanzkrise kann der Kopfkissen-Sparer erleben, wenn das Geld zu Hause bei einem Feuer vernichtet wird oder von Einbrechern gestohlen wird. Das sind zwar mitversicherte Risiken in der Hausratversicherung – für Bargeld gelten aber Entschädigungshöchstgrenzen, und zwar meist 1.000 Euro (kann von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich sein).

Im Safe höhere Entschädigungsgrenzen

Wurde das Geld aus einem Safe entwendet, erstattet der Versicherer in Regel 20 Prozent der Versicherungssumme. Bei einer typischen Versicherungssumme von 50.000 Euro wären das nur 10.000 Euro. Der Safe muss außerdem die Anforderungen im Kleingedruckten erfüllen, etwa zumeist 200 Kilo Mindestgewicht haben. Wer auf der Straße auf dem Weg von der Bank zur Wohnung überfallen und beraubt wird, hat ebenfalls einen begrenzten Schutz durch die so genannte „Außenversicherung“ – in der Regel aber nur zehn Prozent der Versicherungssumme, höchstens 10.000 Euro.

Achtung: Im Bankschließfach nicht automatisch versichert

Wer sein Geld in einem Bankschließfach aufbewahren will (ab etwa 50 Euro/Jahr) sollte ebenfalls auf das Thema Versicherung achten. Mitunter besteht gar keine Inhaltsversicherung und muss dazu gekauft werden oder die Versicherungssumme ist begrenzt, mitunter nur wenige Tausend Euro.

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Das Bargeld und das Finanzamt

Finanzamt: Noch negativer wird es allerdings, wenn das Finanzamt die Geschichte vom Bargeld zu Hause oder Schließfach nicht glaubt und doch eine verzinste Geldanlage unterstellt. Dann können die Zinsen geschätzt werden und müssen nachträglich versteuert werden. Verankert ist dieses Vorgehen im Paragrafen 162 Absatz 2 der Abgabenordnung (AO). Demnach darf der Fiskus insbesondere dann schätzen, wenn der Steuerpflichtige über seine Angaben keine ausreichenden Erklärungen zu geben vermag oder weitere Auskunft verweigert. Laut Rechtsprechung (u.a. Bundesfinanzhof, Az: VIII B 163/03) spricht eine „allgemeine Lebenserfahrung“ dafür, dass hohe Geldbeträge, wenn sie nicht alsbald benötigt werden, Zins bringend angelegt werden.

Das musste sich auch ein Ehepaar vom Finanzgericht Düsseldorf sagen lassen. Es hatte rund 350.000 Euro abgehoben, um angeblich eine Wohnung in Spanien zu kaufen und bar zu bezahlen. Der Kauf sei geplatzt, also sei das Geld über die Jahre nach und nach ausgegeben worden. Doch echte Belege gab es nicht, sodass das Finanzamt über drei Jahre Zinseinnahmen unterstellte – zu Recht, wie die Finanzrichter in Düsseldorf meinten: Die Verwendung der Geldbeträge sei nicht feststellbar (Az: 9 K 3577/05 E,F).

1 Kommentar

  1. Veröffentlich von Johann am 22. März 2016 um 18:11

    Sehr interessant. Mal abgesehen von den Strafzinsen, das ist eigentlich bei der Niedrigzinspolitik und der erneuten Leitzinssenkung der EZB auf nunmehr 0,0% ja irgendwie zu erwarten gewesen. Unter den Großbanken ist es ja schon üblich und bei so manchen Banken für für Firmenkunden und größere Vermögen von Privatleuten auch schon eingeführt worden. Aber wenn es bald soweit ist, dass selbst kleinere Beträge unter 100 oder 50 Tausend bestraft werden, muss man sich schon für jeden Cent den man nicht anlegt umschauen. Ich würde ja nach wertstabilen Objekten wie Oldtimer oder Kunstwerken suchen aber die wachsen halt auch nicht auf den Bäumen und bleiben sehr spekulativ. Tja, was bleibt einem da nur noch weiteres übrig, als es auf den Kopf zu hauen oder in eine Renovierung, Erweiterung ö.ä zu stecken.

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