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Weltsparen – die neuen Zinsbroker (I)

Tagesgeld und Festgeld bei deutschen Banken und Sparkassen anlegen, macht derzeit keine Freude. Mit Glück kommt man bei Aktionen für einige Monat auf 0,5 Prozent Zins, vielfach liegen die Zinsen aber nur knapp über der Null-Linie. Zins-Broker wollen Abhilfe schaffen machen – indem sie helfen, Geld einfach von einer (ausländischen) Bank zur anderen Bank zu transferieren und so immer die besten Zinsen zu ermöglichen.

Ich stelle drei dieser sogenannten “Fintechs” vor.

Heute: Weltsparen in Berlin

weltsparen.de als Angebot der Berliner SavingGlobal GmbH* ist bereits Ende 2013 online gegangen. Dahinter steckt der frühere McKinsey-Berater Tamaz Georgadze. Er will Zinsdifferenzen in EU-Ländern zum Wohle der Festgeld-Kunden nutzen. Georgadze hat es dabei vor allem auf kleinere Banken abgesehen, die sich nicht so leicht über die EZB refinanzieren können.

Weltsparen-Kunden können zum Beispiel in Bulgarien, Italien, Spanien oder Portugal sparen, ohne dass die Kunden dafür jedes Mal ein neues Konto eröffnen müssen. Der Kunde muss nicht mehr selbst vor Ort sein und sich legitimieren, er braucht nur noch ein Transaktionskonto in Deutschland bei ,und zwar das Weltsparen-Konto bei der Raisin Bank (früher MHB-Bank). Von dort wird jeweils das Geld an eine der Partnerbanken weitergeleitet.

Laut Weltsparen müssen die Partnerbanken u.a. diese Kriterien erfüllen:

  • Europäische Banken mit Vollbanklizenz im jeweiligen Heimatland
  • Mitglieder der gesetzlichen Einlagensicherung nach EU-Norm 2009/14/EG
  • Bei der BaFin für grenzüberschreitende Dienstleistungen registriert
  • Ohne Staatshilfen durch die Weltfinanzkrise mit nachhaltigen Geschäftsmodellen

Jeder Geldanleger könnte natürlich auch selber zur Fibank in Bulgarien oder sonst wohin gehen und dort ein Festgeld-Konto eröffnen. Als wesentlichen Vorteil nannte der Chef von weltsparen.de in einem Interview mit dem manager-magazin.de:

Die Bank identifiziert den Kunden dann gegenüber der ausländischen Bank. Das Verfahren hat den Vorteil, dass der Kunde mit einem Transaktionskonto mehrere ausländische Banken ansteuern kann. Er muss sich nicht jedes mal neu identifizieren.

Meine Bewertung: Da innerhalb der EU eine Einlagensicherung von 100.000 Euro vorgeschrieben ist, ist das Risiko zumindest bis zu dieser Summe überschaubar. Allerdings sollten Geldsparer bedenken, dass die jeweilige Einlagensicherung des Landes zuständig ist. Ob es u.a. so reibungslos klappt, etwa in Bulgarien eine Erstattung zu bekommen, weiß ich nicht.

Aus Weltsparen wurde Raisin

2016 hat sich die SavingGlobal GmbH umbenannt, und zwar in Rasin GmbH. WeltSparen wird als Marke der Raisin GmbH in Deutschland weiterhin erhalten bleiben. Raisin steht für ‚Raise your interest‘ (Erhöhen Sie Ihre Zinsen) – was den Kundennutzen kurz und einprägsam beschreibe, so  Weltsparen-Chef Tamaz Georgadze.

Neben Zinsanlagen jetzt auch ETF

2019 hat Weltsparen/Raisin sein Angebot vergrößert und bietet nun mit WeltInvest mehr als eine klassische Zinsanlage: WeltInvest ist eine Börseninvestiton, die so beschrieben wird: „Wählen Sie entsprechend Ihrer Rendite-Risikopräferenzen eines unserer vier WeltInvest Portfolios aus. In wenigen Schritten investieren Sie in ein sinnvoll zusammengestelltes Portfolio, bestehend aus ETFs und Indexfonds unseres Kooperationspartners Vanguard. Das dazugehörige WeltInvest-Depot bei unserer Depotbank DAB BNP Paribas wird über uns komfortabel und komplett online für Sie eröffnet.“


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