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Steuerfreie Sachbezüge: Welcher Arbeitslohn ohne Steuern bleibt

Sachzuwendungen oder Zuschüsse vom Arbeitgeber als steuerfreier Arbeitslohn können erhebliche Vorteile bringen. Aber es gab in  den vergangenen Jahren einige Änderungen. Lesen Sie hier, was Sie als steuerfreien Arbeitslohn erhalten können.

Bis zu einem Wert von 44 Euro im Monat kann der Arbeitgeber Gehaltsextras ohne Steuern leisten (Paragraph 8 Abs. 2 Satz 9 EStG). Das sind immerhin 528 Euro im Jahr. Für dieses Gehalt müssen außerdem keine Sozialabgaben gezahlt werden. Der Fiskus erlaubt eine Vielzahl von Gestaltungen – der Arbeitgeber muss nur mitmachen und die Details beachten.

Jobticket: Das über den Arbeitgeber bezogene Abo für Busse und Bahnen gilt als begünstigter Sachbezug, wenn die Fahrtausweise den Arbeitnehmern monatlich ausgehändigt werden. Der Grund: Bei der Freigrenze für den steuerfreien Sachbezug (44 Euro) handelt es sich um einen Monatsbetrag, der nicht einfach auf einen Jahresbetrag von 528 Euro hochgerechnet werden darf. Wird die monatliche Freigrenze auch nur um einen Cent überschritten, ist die Steuerfreiheit für diesen Arbeitslohn insgesamt verloren.

Warengutscheine, Benzingutscheine: Solange der Wert nicht mehr als 44 Euro monatlich beträgt, kann der Arbeitnehmer auch Waren erhalten, die dann als steuerfreier Arbeitslohn gewertet werden. Gutscheine für eine andere Firma keinen Höchstbetrag enthalten, lediglich eine Mengenangabe. Das gilt ebenso, wenn der Arbeitgeber „Benzingutscheine“ für eine Tankstelle ausgibt, etwa einen „Gutschein für 25 Liter Benzin“. Abgerechnet wird dann zum jeweiligen Tagespreis mit dem Arbeitgeber.

Auch Benzingutschein als steuerfreier Arbeitslohn möglich

Maßgeblich für den Fiskus ist wiederum, der Spritpreis zum Zeitpunkt der Gutscheinausgabe. Die Summe aus Spritpreis und Literzahl darf die Freigrenze von 44 Euro/ Monat nicht überschreiten. Laut einer Entscheidung des Bundesfinanzhofes (BFH) darf auf Tankgutscheinen aber ein Höchstbetrag angeben werden (Az: VI R 21/09). Tankkarten vom Arbeitgeber sind laut einer anderen BFH-Entscheidung ebenfalls als steuerfreier Arbeitslohn erlaubt (Aktenzeichen: VI R 27/09).

Arbeitgeber-Geschenke: Auch für Geschenke zu besonderen Anlässen kann das Sachbezugs-Privileg für steuerfreien Arbeitslohn genutzt werden, etwa anlässlich eines Geburtstages, eines Jubiläums oder natürlich zu Weihnachten. Einen Bezug zum Job müssen die Geschenke nicht zwingend haben. Eine gute Flasche Wein, Bücher oder Kinokarten werden gleichermaßen von der Finanzverwaltung akzeptiert.

Kindergartenzuschuss: Ein Arbeitgeber-Zuschuss zum Kindergartenbeitrag (inklusive Verpflegung) für Kinder eines Mitarbeiters ist ohne Höchstbetrag steuer- und sozialversicherungsfrei, solange das Kind außerhalb des eigenen Haushaltes betreut wird und noch nicht schulpflichtig ist (Paragraph 3 Nr. 33 EstG). Dabei kann es sich z.B. um eine Krippe aber auch um eine Tagesmutter handeln.

In der Regel zahlt der Arbeitgeber direkt an die Einrichtung. Bei Barzuschüssen besteht Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit nur, wenn der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber die entsprechende Verwendung nachweist, etwa per Rechnung. Der Arbeitgeber hat die Nachweise im Original aufzubewahren. Wichtig: Der Zuschuss kann nur zusätzlich zum vereinbarten Arbeitslohn gezahlt werden, eine Umwandlung von bestehenden Gehaltsforderungen ist daher nicht möglich.

Fitness: Seit 2009 ist ein zusätzlicher Freibetrag von 500 Euro jährlich für Gesundheitsförderung möglich, zum Beispiel für Massagen im Betrieb oder externe, vom Arbeitgeber bezahlte Angebote wie etwa Ernährungs- und Abnehmkurse, Stressbewältigung und Entspannung oder Rauchentwöhnung (Paragraph 3 Abs. 3 Satz 26a EStG). Die Voraussetzung: Die Gesundheitsmaßnahmen entsprechen dem, was gesetzliche Krankenkassen bereits als Prävention unterstützen (geregelt in Paragraph 20 und 20a SGB V).


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