Verbraucherzentrale NRW rechtfertigt Bank-Spende

Heute bekam ich einige Mails und Anrufe, ob es denn wirklich wahr sei, dass sich die Verbraucherzentrale NRW ihre Zeitung von einer Bank finanzieren lasse. Um mir etwas Mühe zu ersparen, finden die geneigten Leser deshalb hier nun die wesentlichen Passagen der Stellungnahme der Verbraucherschützer auf meine Anfrage im März:

„Die institutionelle Förderung der Verbraucherzentrale NRW wurde im Jahr 2004 um 10 Prozent von 10,4 Millionen Euro auf 9,39 Millionen Euro gekürzt. Zum Ausgleich des Haushalts mussten wir kurzfristig verschiedene Aktivitäten einstellen, darunter das Erscheinen unserer Zeitung „Verbraucher Aktuell“.

Daraufhin trat die DiBa in Kontakt zur Verbraucherzentrale NRW. Da ihr VA seit Jahren bekannt sei und sie die marktbereinigende Wirkung dieser Publikation u. a. auf dem Grauen Kapitalmarkt würdigen würde fragte sie als gesellschaftlich engagiertes Unternehmen, ob das Weiterbestehen der Zeitung mit einer Spende gesichert werden könne. Dies hat die
Verbraucherzentrale NRW bejaht und den dafür erforderlichen Betrag mit 50.000 € beziffert. Diesen Betrag hat die DiBa für 2004 an den Förderverein der Verbraucherzentrale NRW überwiesen und für 2005 einen ebensolchen angekündigt.

Mit der Spende waren und sind keinerlei Absprachen oder Auflagen
verbunden. Wir machen Sie ausdrücklich darauf aufmerksam, dass es sich hierbei um
eine Spende und nicht um Sponsoring handelt und erwarten eine korrekte
Darstellung…“

Eine „markbereinigende Wirkung“ haben solche Artikel (Februar 2005) ganz gewiss… Auch solche Veröffentlichungen kann ich nicht mehr so richtig ernst nehmen, wenn man weiß, dass die Verbraucherschützer von einer anderen Bank Spenden erhalten.

PS: Die Zuwendungen an die Verbraucherzentrale NRW im Jahr 2004 (vom Land, Bund, EU, Kommunen usw.) betrugen laut Geschäftsbericht 21.178.000 Euro, im Vorjahr waren es 21.367.600 Euro.

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