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Kinder-Unfälle: Neue Zahlen in GDV-Studie

Im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wurden von der GfK Finanzmarktforschung rund 300 Eltern befragt, ob und welche Unfälle ihre Kinder hatten. Kinder leben demnach ganz schön gefährlich. Die Zahlen haben mich überrascht. Aber brauchen sie deswegen Kinder-Unfallversicherungen? Denn Unfall bedeutet nicht, dass es „zurückbleibt“. Schon gar nicht zahlt die Unfallversicherung für jeden Unfall, denn es müssen Mindestinvaliditätsgrade erreicht werden.

Der GDV schreibt über die Studie, für die 331 Interviews geführt wurden:

Ein gutes Drittel der Kinder (34 Prozent) hatte bereits einen Unfall. Dabei sind 60 Prozent der Unfälle zuhause passiert, nur 14 Prozent dagegen im Straßenverkehr. Bei Kindern im Alter ab sechs Jahren nahm der Anteil der Verkehrsunfälle zwar zu, aber doppelt so häufig passierten Unfälle zuhause und in der Freizeit. Kinder bis fünf Jahren erlitten zu 66 Prozent Unfälle zuhause. Die meisten Unfälle sind Stürze (57 Prozent). Am häufigsten ist bei einem Unfall der Kopf des Kindes betroffen: In 37 Prozent der Unfälle war nach den Angaben der Eltern der Kopf verletzt.

Die Zahlen im Detail lassen sich an Schaubildern ablesen, die der GDV zur Verfügung gestellt hat.

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„Wir wollen Eltern bei der Unfallprävention unterstützen und im Falle eines Falles für finanzielle Absicherung sorgen“, sagt Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der GDV-Hauptgeschäftsführung laut Pressemitteilung des GDV. Die große Mehrzahl der Unfälle ereigne sich in Bereichen, in denen nur die private Unfallversicherung schützt.

Das stimmt, keine Frage. Allerdings sollte Eltern auch klar sein: Nicht jeder Unfall eines Kindes führt zu Leistungen einer Kinder-Unfallversicherung. Leistungen gibt es üblicherweise nur bei dauerhafter Invalidität, etwa wenn ein Auge verloren gehen sollte. Ein Blick auf die so genannte „Gliedertaxe“ zeigt, wie der jeweilige Unfallversicherer die Invalidität bewertet. Die Beule am Kopf ist sicher schmerzhaft, aber führt in der Regel nicht zu einer Leistung der Unfallversicherung.

[box type=“info“]Die Studie Kinderunfälle 2012 des GDV lässt sich hier herunterladen:
http://www.gdv.de/wp-content/uploads/2012/08/Studie-Kinderunfaelle-Schmidt_GfK.pdf
[/box]


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