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Stichtag 1. März: So ist der Heckenschnitt wirklich geregelt

In § 39 Abs. 5 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) ist geregelt, dass Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September nicht abgeschnitten oder auf den Stock gesetzt werden dürfen. Die ARAG Rechtsschutzversicherung erläutert, was Gartenfreunde wegen § 39 Bundesnaturschutzgesetz u.a. beim Heckenschnitt alles wissen und beachten sollten.

Bäume, die in Haus- oder Kleingärten stehen, sind von dem Schnitt-Verbot zwar ausgenommen, das heißt: sie dürfen das ganze Jahr über  grundsätzlich gefällt oder zurückgeschnitten werden. Jedoch sollten Gartenfreunde zunächst abklären, ob es in Ihrer Kommune eine Baumsatzung gibt, die das Fällen verbietet oder Genehmigung dafür verlangt. Und wenn sich Vögel den Baum als Nistplatz ausgesucht haben, müssen Sie Ihr Vorhaben ebenfalls zurückstellen.

Denn nach § 39 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, „Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören.“

Heckenschnitt oder Baumfällung bei Gefahr immer erlaubt

Jederzeit erlaubt sind laut Bundesnaturschutzgesetz dagegen schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen. Die Spitzen, die seit dem letzten Rückschnitt an Ihrer Ligusterhecke gesprießt sind, dürfen sie also abschneiden und auch gegen den Pflegeschnitt der Obstgehölze hat der Gesetzgeber nichts.

Die Verbote des § 39 Bundesnaturschutzgesetz gelten im außerdem dann nicht, wenn die Maßnahmen der Gewährleistung der Verkehrssicherheit dienen und nicht zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden können. Das kann z.B. der Fall sein, wenn die große Hecke nach einem Sturm auf den angrenzenden Bürgersteig zu kippen droht. Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte aber – wenn möglich – die zuständige Naturschutzbehörde informieren und erfragen, ob eine Genehmigung erteilt wird.

[box type=“info“]Die ARAG mahnt: Verstöße gegen die Verbote des § 39 BNatSchG wertet das Gesetz als Ordnungswidrigkeit. Und die kann – egal, ob mit Vorsatz oder fahrlässig gehandelt wurde – mit einer Geldbuße bis zu zehntausend Euro geahndet werden.[/box]


Kommentare

Konni 15. September 2019 um 17:07

Unerlaubte Rodung in Oberhausen durch Polizei gestoppt!
Ihre Frage oder Anregung Unerlaubte Rodung in Oberhausen durch Polizei gestoppt!
Am 14. September wurde eine nicht genehmigte Rodung am Oberhausener
Melanchtonhaus durch die Polizei gestoppt. Obwohl dies ein Verstoss
gegen das Artenschutz- und Bundesnaturschutzgesetz ist, versuchten die
neuen Besitzer des Grundstückes eine Rodung durchzuführen, die einen
erheblichen Eingriff in das bestehende Ökosystem, und den darin lebenden
geschützten Tierarten ist. Die Besitzer wurden – sowohl mündlich, als
auch auf dem Mailweg – explizit nach einer Begehung vor einiger Zeit
über die Gesetzeslage informiert. Auch die Empfehlung, solcherlei
Arbeiten grundsätzlich vorab durch das Umweltamt prüfen zu lassen, wurde
ignoriert. Am frühen morgen bemerkte eine Anwohnerin die Arbeiten, und
die hinzu gerufene Polizei stoppte – nach eindeutiger Klärung der
Rechtslage – die Aktion ! Abgesehen von den vorab genannten Punkten,
dürfen GRUNDSÄTZLICH Hecken von März bis Ende September nicht abgeholzt
werden ! Ab Montag werden dann die zuständigen Behörden sowie
entsprechende Pressestellen über das Ereignis informiert, sowie eine
Einstweilige Verfügung über den Gerichtsweg beantragt.
Unser Artenschutz weiß von dem kauf und ich hatte es schon gemeldet, dass man hier Roden wird. Ich habe den neuen Eigentümern im Juni 2018/ Oktober 2018 und per mail über die geschützten Tiere informiert und sie haben trotzdem gekauft. Man meinte, es sei eine Frage des Preises. Hier leben Fledermäuse, Igel, Blutfinken und andere Singvögel. Man will hier alles Roden und das darf einfach nicht sein.Wie zahlreichen Studien zu entnehmen ist, hat der Klimawandel und die Umweltzerstörung in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Schuld daran sind neben der Industrie zu einem großen Teil auch die Abholzung ausgereifter Wälder und die Versiegelung des Bodens.
Dies ist nicht nur ein weltweites Problem, sondern betrifft auch regionale Bereiche. In diesem Sinne sind wir gezwungen zu handeln, bevor sich die Erde nicht mehr von selbst erholen kann.
Dazu fordert z.B. der Weltklimarat auf, mehrere Milliarden Bäume zu pflanzen. Es ist unsere Aufgabe diese zu schützen und zu erhalten, damit der Atmosphäre das schädliche Treibhausgas CO2 entzogen wird.

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andreas urstadt 13. September 2019 um 08:55

kann der maschineller heckenschnitt ein schonschnitt sein? (schere mit benzinmotor)

was kann ich dagegen unternehmen?

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Elona Sonnen 6. Juli 2019 um 09:04

Nun haben wir bereits im 2. Jahr Dürre und dadurch Futtermangel für Vögel. Viele Vögel beginnen darum mit einer 2. Brut. Dafür werden noch ungeschnittene Hecken bevorzugt, und dann kommt der Formschnitt und das bebrütete Nest ist mitsamt den Nestlingen wird zerstört.

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Mandy 12. Juli 2019 um 06:47

Sinnlos – Fassungslos – Wütend – Enttäuscht – Hilflos

So fühlten wir uns, als wir gestern Abend bemerkt haben, dass die Gemeinde mitten im Juli eine über 3 Meter große Hecke auf ca. 10 Meter länge, einfach bis auf 1 Meter runter gekürzt hatte. Daneben stand noch der Traktor mit Hecksler. Meine Kinder fragen mich oft, was können wir tun, gegen den Klimawandel und dem Sterben von Tieren. Ich dachte immer nicht viel, aber der Anblick von dieser Hirnlosen Tat mitten im Sommer macht einen fassungslos. Die Kinder fragten, sind jetzt die Babyvögelchen in ihren Nestern mit durch den Hecksler geraten? Ich mag es mir gar nicht ausmalen. Wir haben in dieser Hecke Meisen, Spatzen, Rotkehlchen, Kernbeißer, Amseln und sogar Igel wohnten in diesem dicken Gestrüpp. Aber Hauptsache es wird über Dieselfahrverbote, Verbote für Plastik Tüten, Ökostrom und ob Schüler am Freitag für die Umwelt die Schule schwänzen sollen diskutiert, aber diese kleinen Taten machen das Maß auch voll. Dann kann ich meinen Garten noch so Bienenfreundlich gestalten wie ich will und Vogelnisthäuschen im Winter mit den Kids bauen und aufhängen … ich bin so fassungslos und wütend …


Peter 15. Februar 2018 um 09:01

Wer haftet im Fall des Falles bzw. müsste das Busgeld zahlen: der Eigentümer, die ausführende Firma oder auch der private Helfer?

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N. Hecken 21. Dezember 2017 um 11:28

Nützlicher Beitrag.
Vielen Dank.
Lg

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Jörren 26. November 2017 um 14:33

Die stadt, in der ich wohne, hat im Oktober 2017 eine Feldgehölzfläche von ca 0,4 ha gerodet/gemulcht. Als rechtfertigung gibt sie zur Antwort, Jagdpächter und Landwirte hätten das veranlasst. Die Arbeiten wurden seitens des städtischen Bauhofes an ein Unternehmen vergeben. Sonstige Gründe für diesen Eingriff werden nicht angegebern. Auf diesem und dem angerenzenden Gehölz sind alle vier Dorngrasmücken vertreten. Die Stadet besteht in ihrer Antwort darauf, dass es sich um eine Pflege gehandelt habe. In einer abenteuerlichen Argumentation behauptet die Stadt, solche Arbeiten auf einem solchen Gebiet seien lediglich im Sommerhalbjahr verboten(Verwechslung wohl mit Heckenschnitt). Ich bin ehrenamtlich auf unterer Eberne im Naturschutz tätig. Was kann ich tun? welche rechtlichen Scvhritte sind möglich und an wen wendet man sich dazu

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Susie 18. Juli 2017 um 19:52

Mein Nachbar hat für den 20.7.2017 Heckenschnitt geplant, es kommt eine Firma. Darf eine Firma das obwohl man doch jetzt wegen Nestern keine Hecke schneiden darf.

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Klaus Lebek 9. Mai 2017 um 08:21

Heute am 09,05,2017 wird in Willich an der Kochstraße die Hecke durch die Mitarbeiter der Stadt Willich die Hecke zurück geschnitten obwohl ich darauf hingewiesen habe , daß in der Hecke Zaunkönige nisten. Mir wurde gesagt , das der Heckenrückschnitt erlaubt ist nur Baum und Heckenfällungen sind verboten ist das so richtig?

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Anonymous 28. Mai 2017 um 15:29

Wenn die Herren von der Stadt keine Ausnahmegenehmigung haben wird es eng……sehr eng


Oliver H. 6. Mai 2017 um 05:09

Ich habe ein Grundstück neu erworben in dem sich ein 100qm Garten an einer stark frequentierten Straße befindet. Dieser Garten ist verwildert. Darf ich dort die Büsche und Straucher nach Prüfung ob sich brütende Vögel dort befinden komplett entfernen? Die Büsche drücken den Zaun zur Straße. Es soll dort ein Carport gebaut und Obstbäume gepflanzt werden. Wir leben auf dem Land mit drumherum viel Wald.

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Walther 22. Februar 2017 um 17:59

Ab wann darf ich die Hecken schneiden ,die sich in oder angrenzend einer Hotelanlage befinden ?

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Adolf Viering 7. November 2016 um 10:48

Heute am 7.11.16 wurde im Auftrag der Hausverwaltung die Hecke geschnitten obwohl sich 2 besetzte Vogelnester in der Hecke befinden.Besser gesagt,befanden.Klarer Verstoss gegen §39 des Bundesnaturschutzgesetzes.Steht alles auf Papier,umsetzten gleich Null.Kümmert sich niemand drum.

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Stefanie 9. März 2017 um 12:00

Am 7. November sind keine Nester mehr besetzt. Darum ist es auch erlaubt, vom 1. Oktober bis Ende Februar alle notwendigen Schnittmaßnahmen vorzunehmen.
Verboten nach § 39 Bundesnaturschutzgesetz ist der (radikale) Schnitt nur zwischen März und September.
In Ihrem Fall hat also niemand gegen das Gesetz verstoßen.


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