Skip to main content

Baufinanzierung: Darauf sollten Sie bei einem Forward-Darlehen achten

Zuletzt aktualisiert: 29. April 2019

Wer aktuell eine Baufinanzierung abschließt, der erwischt daher zweifellos einen guten Zeitpunkt. Wenn aber z.B. erst in zwei oder drei Jahren frisches Geld benötigt wird, weil dann die alte Baufinanzierung ausläuft, könnte es vorbei sein mit dem günstigen Baugeld, denn nach den Zinsen in den USA dürften auch die Zinsen in Europa wieder steigen. Und schon ein Prozentpunkt mehr Kreditzins verteuert den durchschnittlichen Immobilienkredit um Zehntausende Euro.

Zins-Aufschlag für Forward-Darlehen gilt für gesamte Laufzeit

Mit einem Forward-Darlehen lassen sich Zinsen, Monatsrate und sonstige Konditionen bis zu fünf Jahre im Voraus verbindlich festlegen. Es handelt sich um eine Art Wette auf die Zinsentwicklung – und wie bei jeder Wette kann der Kunde auch verlieren. Das passiert dann, wenn die Zinsen nicht steigen, sondern sinken.

Der Zinssatz für diese auch „Zukunfts-Kredit“ genannten Verträge ist einige Zehntel Prozentpunkte höher als für Darlehen, die sofort ausgezahlt werden. Die genaue Höhe des Aufschlags hängt vor allem davon ab, wie viel Zeit bis zum Ende der Zinsbindung noch überbrückt werden muss. Bei einer Wartezeit von zwei Jahren beträgt der Aufschlag für Anschluss-Darlehen mit 10-jähriger Zinsbindung etwa 0,2 Prozent Prozentpunkte – etwas günstiger sind die Aufschläge sogar bei 15-jähriger Zinsbindung.

Dieser Aufschlag ist für die gesamte Dauer des Darlehens zu zahlen. Lohnt sich das? Es lohnt sich dann, wenn in zwei Jahren Baugeld 0,6 Prozentpunkt und mehr teurer geworden sein sollte. 

Der Bankenwechsel ist dabei keine große Hürde, heißt es bei der Stiftung Warentest. „Kunden müssen der neuen Bank lediglich eine Vollmacht erteilen. Den Rest erledigen die Banken untereinander“, sagt Experte Sahr. Und die Kosten? „Für die Übertragung der Grundschuld müssen Bank-Wechsler in der Regel nicht mehr als 0,3 Prozent der Darlehenssumme zahlen. Da lohnt sich der Wechsel schon, wenn die neue Bank einen Zehntelprozentpunkt günstiger ist.“

 

TitelInhalt
Baufinanzierung kündigen: Wie man nach dem Hausverkauf aus dem Kredit rauskommtWas aber wird nach einem Verkauf oder Übertragung auf die Kinder aus der laufenden Baufinanzierung? Kann man sie einfach kündigen? Diese Frage wurde mir schon …
Baufinanzierung: Die Bereitstellungszinsen sollten Sie im Blick habenBei der Suche nach einer günstigen Baufinanzierung sollten Verbraucher in erster Linie auf einen niedrigen Effektivzins achten. Zudem sollten aber die Konditionen bei den sogenannten …
Baufinanzierung: Darauf sollten Sie bei einem Forward-Darlehen achtenWer aktuell eine Baufinanzierung abschließt, der erwischt daher zweifellos einen guten Zeitpunkt. Wenn aber z.B. erst in zwei oder drei Jahren frisches Geld benötigt wird, …
Baufinanzierung kündigen: Neue Sparmöglichkeiten bei der “Vorfälligkeitsentschädigung“Eine Baufinanzierung zu bekommen ist oft schwer – sie wegen eines Hausverkaufes wieder loszuwerden zumindest teuer. Denn Banken fordern dann eine Vorfälligkeitsentschädigung, die gerade in …
Baufinanzierung ohne Vorfälligkeitsentschädigung: In diesen Fällen lohnt der ZinsaufschlagEigentlich lassen Banken ihre Kunden nur ungerne schnell wieder laufen. Bei neuen Angeboten für die Baufinanzierung versprechen die Geldhäuser aber genau das: Wer etwas mehr …
Annuität oder Endfälligkeit: Baufinanzierung im VergleichAnnuität, Annuitäten-Darlehen, Endfälligkeits-Tilgung: Bauherren und Immobilienkäufer fliegen einige schwere Begriffe um die Ohren, wenn sie eine Baufinanzierung  suchen. Je nach persönlicher Situation kann es sinnvoll …
Baufinanzierung: Günstige Alternativen zur typischen Restschuld-VersicherungEine so genannte Restschuld-Versicherung nutzt im Ernstfall dem Kunden einer Baufinanzierung genauso wie der Bank. Stirbt die versicherte Person, in der Regel der Hauptverdiener, kann …
Baufinanzierung: Das sollten Sie über die Grundschuld wissenFür einen Immobilienkredit, also eine Baufinanzierung, verlangen Banken generell eine „Grundschuld“ als besondere Sicherheit. Wenn die Schulden zurückgezahlt sind, kann sie gelöscht werden. Wer möchte, …
Baufinanzierung: Sollzins und Effektivzins unterscheidenEigentlich soll der „Effektivzins“ den Bankkunden helfen, schnell und einfach Angebote einer Baufinanzierung vergleichen zu können. Anders als beim „Nominalzins“ bzw. „Sollzins“ müssen weitere Kosten …
Baufinanzierung: Die richtige ZinsbindungBaugeld bei der Bank gibt es meist mit drei möglichen Zinsfestschreibungen: 5, 10 oder 15 Jahre. Einige Anbieter haben auch 8 und 20 Jahre mit …
Baufinanzierung: Mit welchen Argumenten Sie Top-Konditionen heraushandelnDas Baugeld ist generell weiterhin günstig wie noch nie. Doch die besten Konditionen bei der Baufinanzierung bekommt nur, wer als „gutes Risiko“ oder möglichst “sehr …
Baufinanzierung und Eigenleistung: So sparen Sie wirklich KostenWenn es bei der Baufinanzierung eng wird, kommt schnell die Eigenleistung zur Sprache. Dass, was der Bauherr selber oder mit Freunden erledigt, wirkt wie eine …
Baufinanzierung: Welche Unterlagen die Bank für den Kredit benötigtWer sich ein wenig mit Banken und Baufinanzierung auskennt, bereitet alle nötigen Unterlagen gut vor und kann schneller eine Entscheidung bekommen, ob und zu welchen …
Günstige Baufinanzierung: Besser mehr tilgenWer derzeit eine Baufinanzierung abschließt, zählt zu den Gewinnern der vor 10 Jahren begonnenen Finanzkrise: Die Zinsen fürs Baugeld sind deutlich gesunken. Das günstige Baugeld …
Grundlagen Baufinanzierung: 5 Regeln, die Sie beachten solltenFast jeder braucht beim Kauf oder Bau einer Immobilie eine Baufinanzierung. Worauf ist dabei zu achten, wie viel Haus kann man sich leisten? Die folgenden fünf …
Das neue Baukindergeld beantragen: Wer, wo, wannSeit dem 18. September 2018 kann das Baukindergeld beantragt werden, eine neue staatliche Hilfe bei der Baufinanzierung. Sehen Sie hier die Antworten auf die wichtigten …
Baufinanzierung: Mit Sondertilgung schneller schuldenfreiBei einer durchschnittlichen Baufinanzierung dauert es gut 30 Jahre, bis das über ein herkömmliches Annuitäten-Darlehen finanzierte Eigenheim schuldenfrei ist. Doch diese Zeit kann spürbar verkürzt …
Immobilienkauf: So nutzt die Lebensversicherung am meistenDer Immobilienboom in Deutschland nimmt kein Ende, denn niedrige Zinsen und Euro-Sorgen halten den Markt in Schwung. Für Millionen Käufer und Verkäufer stellt sich die …
Immobilienkredit: In guter Lage wird es günstiger (ING-Diba)Die ING-DiBa bietet jetzt in ausgewählten Städten und Landkreisen Zinsrabatte bei Immobilienkrediten. Für Kunden, die in wachstumsstarken Regionen eine Finanzierung benötigen, gebe man einen Abschlag …
BGH-Urteil: Vorfälligkeitsentschädigung bei Sondertilgung zurückholenWer eine Baufinanzierung vorzeitig zurückzahlt, soll an die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen. War aber eine Sondertilgung vereinbart, muss die Berechnung geringer ausfallen, hat der Bundesgerichtshof (BGH) …
Baufinanzierung: Mit dieser Taktik bekommen auch Selbstständige einen KreditObwohl Selbstständige im Durchschnitt ein höheres Einkommen haben als Angestellte, sind sie bei Banken als Kunden nicht besonders beliebt – besonders wenn es um die …
ING DiBa und andere Banken: Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordernING DiBa-Kreditkunden können selbst lange zurückgezahlte Kredit noch widerrufen und eine ggf. gezahlte Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern, berichten Rechtsanwälte. Kredite zwischen 1.9. 2002 und 31.3.2008 seien betroffen. …
Forward-Darlehen: Parallel-Darlehen als AlternativeWer als Baufinanzierer sich das aktuelle Zinsniveau für eine Anschlussfinanzierung sichern will, muss das nicht unbedingt mit einem Forward-Darlehen tun. Das Parallel-Darlehen mit Bereitstellungszinsen kann …
Forward-Darlehen: Kündigung möglich, aber…Forward-Darlehen kündigen? Einige Kunden mit Forward-Darlehen stellen sich diese Frage, denn sie wollten vor steigenden Zinsen gewappnet zu sein – stattdessen fielen die Zinsen für …
Hypothekendarlehen: Per Widerruf Vorfälligkeitsentschädigung sparenFehlerhafte Widerrufsbelehrungen in  Baufinanzierungen geben vielen Verbrauchern die Möglichkeit, noch viele Jahre nach Vertragsschluss einen Kredit vorzeitig aufzulösen. „Ist die Widerrufsbelehrung falsch, startet die Widerrufsfrist …
Volltilgerdarlehen: Für wen diese Finanzierung sinnvoll istVolltilgerdarlehen sind Baufinanzierungen, bei denen Laufzeit und Zinsbindung identisch sind und die am Ende der vereinbarten Zinsbindungsfrist vollständig getilgt sein müssen. Besonders beim aktuell niedrigen …
Baufinanzierung ohne Eigenkapital? Das sollten Sie beachtenDie Zinsen für eine Baufinanzierung sind niedrig wie nie. Warum also nicht gleich eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital ((auch Vollfinanzierung genannt). Ist das sinnvoll? Die Frage ist …
Wulffs BW-Bank-Kredit: Geld zum Selbstkostenpreis?Bundespräsident Christian Wulff kann m.E. durchaus beanspruchen, eine Vorbildfunktion einzunehmen. Und zwar als Vorbild für einen kritischen Verbraucher, der sich nicht mit schlechten Konditionen abspeisen …
Der Bundespräsident und sein Kredit: Wie groß war der Vorteil bei der BaufinanzierungDer Bundespräsident und sein privater Kredit von der BW-Bank für den Hauskauf: Gestern bat mich RTL zu diesem Thema um eine Einschätzung, wie groß der …
Baufinanzierung mit Lebensversicherung: So funktioniert dasBesonders günstig, so scheint es, gibt es Baugeld mitunter bei den Lebensversicherungen. Was sind die Vorteile, was sind die Nachteile einer solchen Baufinanzierung? Der Lebensversicherungskredit …
Baufinanzierung: Bausparvertrag lohnt derzeit nichtEin Bausparvertrag gilt als solider Grundstock für eine Baufinanzierung. Wichtigstes Argument für den Abschluss eines Vertrages: das zinsgünstige Bauspardarlehen, auf das der zukünftige Baufinanzierer durch …
KfW: Die besten Zinsen für BaufinanzierungDas Baugeld ist so günstig wie nie. Doch es geht noch günstiger: mit Bau-Krediten vom Staat. Die Ersparnis gegenüber der Hausbank kann erheblich sein. Die …

An Forward-Darlehen gebunden, auch wenn Zinsen sinken

Allerdings sollte der Kunde auch wissen: „Er ist an diesen Vertrag gebunden“, sagt Jörg Sahr, Baufinanzierungsexperte von der Stiftung Warentest. Sollte das Zinsniveau noch weiter sinken, kann der Kunde nicht einfach aussteigen und etwas Billigeres abschließen. Nimmt er das Forward-Darlehen nicht, berechnet ihm die Bank eine „Nichtabnahmeentschädigung“.

Ein Ausweg wäre, das Forward-Darlehen mit einer Kündigungsoption zu vereinbaren. Auch das gibt es mittlerweile. Einige Banken bieten gegen einen weiteren Aufschlag die Möglichkeit an, dass der Kunde das Forward-Darlehen vorzeitig kündigt, je nach Kreditinstitut ist das mal nach einem Monat, mal nach zwei Jahren möglich. Die mögliche Ersparnis bei einem Zinsanstieg wird dadurch natürlich geringer – die Flexibilität, auf günstigere Angebote reagieren zu können, steigt indes.

Wie sich die Nichtabnahmeentschädigung beim Forward-Darlehen vermeiden lässt

Wie gesagt, wer das Baugeld nicht abruft und keine Kündigungsmöglichkeit vereinbart hat, muss eine „Nichtabnahmeentschädigung“ zahlen – ähnlich wie bei einem laufenden Kredit, der gekündigt wird. Damit soll der Kunde für den entgangenen Gewinn aufkommen. Dazu kommt ein Zinsschaden, falls die Bank das Geld nach einem Zinsrückgang nicht mehr zum vereinbarten Zinssatz verleihen kann. „Dabei kommt es sehr auf den jeweiligen Vertrag an“, sagt Jörg Sahr. „Waren Kündigungs- und Sondertilgungsrechte vereinbart, wäre das bei der Entschädigung zu Gunsten des Kunden zu berücksichtigen. Generell kann der Ausstieg aber teuer werden.“

Ein Möglichkeit, ohne Schaden aus dem Forward-Darlehen herauszukommen: Wenn die Banker selber das Baugeld nicht auszahlen will und den Vertrag kündigt. Vielen Kunden unbekannt: Mitunter behalten sich die Banken bei Forward-Darlehen vor, einige Monate vor der vereinbarten Auszahlung die Bonität erneut zu prüfen und gegebenenfalls den Kredit noch abzulehnen. Damit wollen die Kreditinstitute zum Beispiel darauf reagieren können, wenn der Kunde zwischenzeitlich seinen Job verloren hat aus anderen Gründen ein „Wackelkandidat“ geworden ist.

Rein theoretisch könnte ein Forward-Darlehen-Kunde provozieren, dass die Bank auf den Kredit verzichtet, etwa indem er mit überzogenen Konten oder unbezahlten Rechnungen Schufa-Einträge „produziert“. Aber das könnte langfristig nachteilige Folgen für die Kreditwürdigkeit haben. Hinzu kommt: Bei einigen Verträgen ist der Kunde sogar dann zur Entschädigung verpflichtet, wenn die Bank von sich aus wegen verminderter Bonität aus dem Forward-Darlehen aussteigt.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *



Bewertungen & Erfahrungen: Finanzexperte Andreas Kunze » Finanzwissen » Baufinanzierung: Darauf sollten Sie bei einem Forward-Darlehen achten

Euro InterBank Offered Rate (EURIBOR) ist ein  Referenzzinssatz für Termingelder in Euro im Geschäft der Banken untereinandert. Seit dem 1. November 2013 werden nur noch die Werte für die Laufzeiten 1 Woche, 2 Wochen, 1 Monat, 2, 3, 6, 9 und 12 Monate veröffentlicht.

Quelle: Wikipedia