25. Januar 2012
Rating-Agenturen: Jetzt wird zurückgeratet
Kennen Sie schon die Richards & Gold GmbH aus der Dörflistrasse 50 in Zürich?
Das sollten Sie, denn heute bekam ich von denen folgende Pressemitteilung:
Die von Fachleuten als Fehleinschätzung bezeichnete Bonitätsbewertung europäischer Staaten durch die Ratingagentur Standard & Poor’s sowie ihr scheinbar beabsichtigter Versuch der negativen Wirtschaftsbeeinflussung haben dazu geführt, dass Richards & Gold das Rating von Standard & Poor’s herabgesetzt hat.
Na, also, liebe Ratingagenturen: Jetzt wird zurückgeratet. Wenn Standard & Poor’s glaubt, unser schönes Europa in die Grütze raten zu können, kriegen sie das passende Feedback – und wenn das von Markenexerten aus dem Fränkli-Land kommt, ist das besonders überzeugend. Ich schließe mich dem an und rate die Ratingagentur Standard & Poor’s wegen der möglicherweise kostspieligen Entscheidung des OLG Frankfurts vorsichtshalber auf zzTop runter. Schlimmer wäre nur noch zzFlop.
Das Raten liegt den Menschen ja im Blut. Schon die alten Römer kannten das: Daumen hoch, Daumen runter. Da hat der Zuckerberg von Facebook sich das abgeguckt. Inzwischen gibt es kaum noch eine Nachricht ohne Rating oder Ratingagentur, etwa heute “Pressefreiheit: ROG stuft USA massiv herab“.
Bedauerlich ist nur, dass immer die Herabstufungen groß thematisiert werden. Deshalb von meiner Seite mal was Positives: Das Schnitzel mit Kartoffelsalat im Henkelmann (Facebook-Link) war heute besonders gut und steigt von LLL+ auf LLLL. Für das Folgerating muss der Wirt aber mindestens einen Espresso ausgeben. So ist das nunmal im Rating-Gewerbe.
Von: Andreas Kunze | Kategorie: 01 - Allgemein | Kommentare: 2 | Tags: rating, Ratingagenturen, Schweiz



