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Eltern dürfen ihr Kind nicht „Waldmeister“ nennen, da die Gefahr, dass das Kind aufgrund dieses Namens der Lächerlichkeit preisgegeben wird, naheliegt. So hat dass Oberlandesgericht (OLG) Bremen entschieden (Beschluss vom 20. Juni 2014, Az: 1 W 19/14).

Im verhandelten Fall wollten die Beschwerdeführer ihrem Kind als dritten Vornamen den Namen „Waldmeister“ geben. Dies lehnten sowohl das Standesamt Bremen als auch das Amtsgericht Bremen ab. Auf die Beschwerde der Eltern hat das OLG Bremen bestätigt, dass „Waldmeister“ kein zulässiger Vorname ist. Zwar obliege den Eltern die Sorge für die Person des Kindes. Das umfasse auch das Recht, dem Kind einen Vornamen zu geben. Diesem Recht seien aber Grenzen gesetzt. Aus dem Urteil:

Der Kontrast der Verwendung des Wortes „Waldmeister“ als bekannte und gewöhnliche Bezeichnung von Sachen einerseits und der überraschenden Verwendung als Vorname andererseits ist der Grund dafür, dass ein solcher Vorname als lächerlich empfunden werden und – was die Sachverständige zutreffend zu bedenken gibt – seinen mit ihm verbundenen Träger lächerlich machen kann. Es kommt deshalb nicht darauf an, ob „Waldmeister“ oder sein englisches Äquivalent in den Vereinigten Staaten von Amerika als Vorname bereits Verwendung gefunden hat.

Aus ähnlichen Gründen hatte vor Jahren schon das OLG Düsseldorf den Vornamen „Chenekwahow Migiskau Nikapi-Hun-Nizeo Alessandro Majim Chayara Inti Ernesto Prithibi Kioma Pathar Henriko“ für einen Neugeborenen untersagt, erinnert die ARAG-Rechsschutzversicherung.


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Bewertungen & Erfahrungen: Finanzexperte Andreas Kunze » Kein Kind namens Waldmeister (OLG Bremen, 1 W 19/14)