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Sparbuch kann man sich sparen – aber trotzdem…

Ein Sparbuch heißt Sparbuch, weil man es sich sparen kann. Die Zinsen sind einfach lausig. Auch Bei den jungen Leuten ist das Sparbuch aber trotzdem erstaunlich beliebt. Von den 14- bis 24-jährigen haben immerhin 67 Prozent ein Sparbuch, ergab eine Umfrage des Bankenverbandes. Deutlich weniger legen ihr Geld auf einem meist besser verzinsten Tagesgeld- oder Festgeldkonto an.

Der Bankenverband hat junge Leute laut Pressemitteilung repräsentativ befragt, welche Finanzverträge sie haben. Hier die Übersicht:

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Über die Girokonto-Zahl muss man sich nicht wundern, aber die Sparbuch-Zahl ist doch schon erstaunlich, vor allem im Vergleich zu Tagesgeld und Festgeld. Irgendetwas muss am Sparbuch faszinierend sein, denn die Deutschen insgesamt bunkern da noch Billionen. Die junge Generation macht das nicht besser.

Es gibt für mich keinen vernünftigen Grund, das Geld statt auf einem Tagesgeldkonto auf einem Sparbuch liegen zu lassen. Oder habe ich das was übersehen? Die Zinsen sind nach meiner Kenntnis stets noch lausiger als auf einem Tagesgeld-Konto.

Andererseits könnte es auch sein, dass die hohe Zahl von den üblichen Konfirmations-Geschenken der Banken und Sparkassen herrührt. Ich selber habe damals, wenn ich mich recht erinnere, mindestens drei Sparbuch-Guthaben über 5 DM geschenkt bekommen, mindestens drei Sparbücher eröffnet, die seit Jahrzehnten nun irgendwo herumgammeln. Bei durchschnittlich 3 Prozent Rendite müsste das Guthaben jetzt immerhin etwa jeweils 5 Euro betragen – was in etwa Kosten für die Auflösung eines Sparbuches deckt.


Kommentare

vriegel 28. August 2012 um 10:23

Die Vermutung liegt einfach nahe, dass die Jüngeren ein Sparbuch haben, weil das quasi schon zur Geburt eröffnet wurde. Ob da dann auch viel Geld drauf liegt..? Ich denke bei den Meisten eher nicht. Die weitaus größten Geldbeträge auf dem Sparbuch dürften bei den Älteren liegen und da auch nicht unbedingt nur auf dem klassischen Sparbuch, sondern eben auch mit ein- bis mehrjähriger Zinsbindung.

So gesehen ist das Sparbuch also einfach ein Traditionsprodukt und die Banken und Sparkassen arbeiten da ja auch daran, das möglichst früh unter die Leute zu bringen. Das nicht jeder ein Tagesgeldkonto hat liegt vermutlich daran, dass in dem Alter eben nur wenige Geld übrig haben, um es auch verzinst anzulegen.

Gleiches gilt für Aktien / Fonds. Und der Bausparvertrag wird ja auch aktiv vertrieben, zumal die Eltern meistens einen haben. Da darf der Bausparvertreter dann problemlos mal vorbei kommen und den Jugendlichen auch einen "andrehen"

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Ron 25. August 2012 um 14:49

Doch, Verluste gibt es wegen Inflation auch.

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Clair 25. August 2012 um 14:37

Das Sparbuch ist einfach und man kann nichts verlieren. Das ist doch schon viel wert.

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