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Lebensversicherungen: Was Garantiezins, Rendite und Nettoverzinsung unterscheidet

Nettoverzinsung, Garantiezins, Gewinnbeteiligung: Warum gibt es so viele verschiedene Zinsen bei Lebensversicherungen? Ich gebe hier einen Überblick.

Der Garantiezins (Höchstrechnungszins) einer Lebensversicherung

Mit dem Höchstrechnungszins legt der Gesetzgeber fest, wie viel der Lebensversicherer bei neuen Verträgen maximal versprechen darf. Kein Lebensversicherer muss diesen Zinssatz garantieren. Weniger oder gar kein Garantiezins ist durchaus möglich. Ein anderer verbreiteter Irrtum: Mit Rendite hat der Garantiezins nichts zu tun, auch wenn schon mal von „garantierter Rendite“ die Rede ist. Denn nur ein Teil der Prämie wird verzinst.

Nettoverzinsung einer Lebensversicherung

Der Lebensversicherer gibt damit Auskunft darüber, wie erfolgreich seine Kapitalanlage war. Der Kunde bekommt über den Umweg der Überschussbeteiligung einen Teil davon. Dabei gibt es Gestaltungsspielraum. Üblich ist es, diesen Pflichtanteil des Kunden erst mal in einen Zwischentopf zu stecken, bevor er unwiderruflich dem Kunden gutgeschrieben wird. Wie von da aus das Geld auf die einzelnen Tarife verteilt wird, bleibt die Entscheidung des Lebensversicherers.

Selbst als Indikator für das Anlagegeschick der Lebensversicherung taugt die Nettoverzinsung nur bedingt: Die Kapitalerträge lassen sich kurzfristig aufpolieren, indem zum Beispiel Beteiligungen verkauft, Abschreibungen unterlassen oder wie derzeit Kursgewinne realisiert werden. Mehr Aussagekraft über die momentane Ertragslage eines Lebensversicherers bietet die „laufende Durchschnittsverzinsung“ – die wird meist nur auf Nachfrage genannt.

Gewinnbeteiligung einer Lebensversicherung

Da kursieren noch Werte von über drei Prozent. Über den Ertrag des Vertrages sagt aber auch das nichts aus. Denn verzinst wird lediglich das so genannte „Deckungskapital“. Wie sich das entwickelt, ist je nach Gesellschaft verschieden. Kostengünstige Lebensversicherer können daher trotz geringerem Überschuss-Satz vorteilhafter sen. Denn: Vier Prozent von 10.000 Euro ergeben genau so viel wie fünf Prozent von 8.000 Euro. Den einzig hilfreichen Zins geben die Lebensversicherer nur ungern an: den Effektivzins eines Vertrages.

Effektivzins/ Rendite einer Lebensversicherung

Mit einem Rechner wie diesem kann jeder den Effektivzins selber ausrechnen. Notwendige Angaben: Was wird eingezahlt, was wird später ausgezahlt. Bei einem Rentenversicherungsvertrag (auch eine Lebensversicherung) nimmt man als Auszahlungswert den Rentenbarwert oder die Kapitalabfindung.


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