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Axa: „Existenzschutzversicherung“ als Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist teuer. Deshalb haben die Kunden oft Mini-Renten von 300 oder 500 Euro vereinbart, die im Notfall kaum was nutzen. Das ist weniger als die Sozialhilfe, bietet also keinen Schutz vor dem „sozialen Absturz“, wie es in der Werbung für die private Berufsunfähigkeitsversicherung gerne heißt. Als eine „günstigere Alternative“ präsentiert Axa nun eine so genannte „Existenzschutzversicherung„.

Die Existenzschutzversicherung zahlt laut Axa im Versicherungsfall eine monatliche Rente, deren Höhe der Versicherungsnehmer festlegen kann. Voraussetzung für die Leistung ist entweder eine mindestens 50.prozentige Invalidität nach einem Unfall oder schwere Schädigungen eines wichtigen Organs wie zum Beispiel Herz, Leber oder Lunge. Die Versicherung leistet darüber hinaus auch beim Verlust von Grundfähigkeiten (Sehen, Hören, Sprechen usw.) sowie bei einer Einstufung in eine Pflegestufe (ab Stufe 1 in der gesetzlichen Pflegeversicherung). Wörtlich heißt es:

Der Leistungsfall ist anhand von eindeutigen objektiven und medizinischen Kriterien klar festgelegt. Die monatliche Rente zahlt die Versicherung unabhängig von anderen gesetzlichen oder privaten Versicherungen in vollem Umfang – und das ein Leben lang. Besonders kundenfreundlich ist das monatliche Kündigungsrecht, das dem Kunden zusteht. Die Versicherung hingegen ist an den Vertrag bis zum vereinbarten Endalter, maximal bis zum 65. Lebensjahr, gebunden, sofern der Kunde nicht von seinem Kündigungsrecht Gebrauch macht. Bis zum 45. Lebensjahr lässt sich zu besonderen Anlässen wie zum Beispiel Heirat, Geburt eines Kindes oder Immobilienkauf die vereinbarte Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung um bis zu 50 Prozent (maximal 500 Euro) erhöhen.

Soweit klingt das nicht schlecht. Eine Versicherung für Grundfähigkeiten oder schweren Krankheiten (Dread Disease) ist aber auch nicht ganz neu. Schön wäre es gewesen, wenn die Axa eine Rechenbeispiel mit beigefügt hätte.

Besser nicht: Existenzschutzversicherung mit Beitragsrückgewähr-Option

Den Vertrag gibt es auf Wunsch auch mit Beitragsrückzahlung. Dann bekommt das Kind laut Axa nach Vertragsablauf die eingezahlten Nettobeiträge plus attraktiver Verzinsung ausgezahlt – eine willkommene Starthilfe für die Ausbildung oder die erste eigene Wohnung sei das. Das dürfte so etwas sein wie eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr, wovon ich abrate. Der Kunde zahlt eine deutlich höhere Prämie als bei der reinen Versicherung und bekommt am Ende lediglich sein zuvor eingezahltes Geld abzüglich der eigentlichen Versicherungsprämie schlecht verzinst zurück. Genau genommen müssten solche Aussagen wie „Beitragsrückgewähr“ verboten werden, weil es den Eindruck erweckt, den Kunde bekomme den Versicherungsschutz kostenlos.

[box type=“info“ size=“large“]Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.AXA.de/existenzsichern[/box]


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