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Arbeitsrecht: Mitarbeiterbefragung als wertvolles Tool – aber darf das in Zeugnis

Die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem Unternehmen hat eine große Bedeutung für die Leistungsfähigkeit und den Erfolg. Das sicherste Instrument, um ein Feedback der Mitarbeiter einzuholen, ist die Mitarbeiterbefragung. Sie stärkt die interne Kommunikation und lässt Führungskräfte schnell erkennen, welche Aspekte und Veränderungen als förderlich oder als störend gesehen werden.

Wer sich mit Personalführung befasst, braucht einen guten Überblick über die Situation und die Stimmung in der Belegschaft. Oft scheuen Einzelne, sich unzufrieden oder kritisch zu äußern. Aus diesem Grund ist die Mitarbeiterbefragung ein wirkungsvolles Instrument für jedes Mitarbeitermanagement. Erst, wenn Führungskräfte einen Einblick haben, wie sich Arbeitszufriedenheit und Mitarbeiterbindung entwickeln, können die passenden Maßnahmen ergriffen werden, wodurch das Mitarbeiterengagement steigen wird.

Ein legales Mittel, um die Belegschaft zu beteiligen

Eine Mitarbeiterbefragung, die professionell durchgeführt, basiert auf Freiwilligkeit und Anonymität. Sofern der Datenschutz berücksichtigt wird, spricht nichts gegen eine Mitarbeiterbefragung, die online durchgeführt wird. Der Gesetzgeber gibt mit diesen Bestimmungen grünes Licht für den Austausch zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Obwohl der Betriebsrat einer Mitarbeiterbefragung nicht zustimmen muss, ist es ratsam, ihn von Anfang an einzubeziehen. Die Erfahrung zeigt, dass mit dem Start der Befragung Unsicherheiten im Personal auftreten können. Wohlwollende Betriebsräte sind in der Lage, die Bereitschaft, an der Befragung teilzunehmen, zu unterstützen.

Da die Teilnahme an einer Mitarbeiterbefragung grundsätzlich freiwillig und anonym erfolgt, haben die Antworten keine Auswirkungen auf das Arbeitszeugnis. Um Befürchtungen der Belegschaft zu beantworten, sollte diese Tatsache vor der Befragung kommuniziert werden. Ein positiv eingestellter Betriebsrat kann hier einen wertvollen Beitrag leisten.

Die Folgen einer Mitarbeiterbefragung für das Arbeitszeugnis

 Einfach ein paar Fragen per Rundmail zu senden, ist keine gute Voraussetzung für eine Mitarbeiterbefragung. Befragungen werden eher akzeptiert, wenn sie durch Professionalität Vertrauen schaffen. Anbieter wie https://www.effectory.de/ stellen Führungskräften alle Instrumente zur Verfügung, die für eine effektive Befragung notwendig sind.

Um Feedback von der Belegschaft einzuholen, gibt es keinen schlechten Termin. Wichtig ist, dass Führungskräfte und Personalverantwortliche nicht zu lange warten sollten. Regelmäßige Mitarbeiterbefragungen sind der Königsweg unter den Personalführungsinstrumenten. Ist die Stimmung bereits schlecht, ist es höchste Zeit für Kommunikation.

Jede Befragung hat ihre eigene Zielgruppe

 Nicht immer nehmen alle Abteilungen und Teams eines Unternehmens gleichzeitig an einer Befragung teil. Neu gebildete Teams oder Abteilungen, in denen zahlreiche Innovationen erfolgt sind, können gesondert befragt werden. Die gewonnenen Informationen stellen einen wertvollen zusätzlichen Faktor dar, wenn es um Entscheidungen geht, die getroffen werden müssen.

Durch eine Mitarbeiterbefragung erhalten Vorgesetzte eine Vielzahl von Angaben, die sachkundig ausgewertet werden müssen. Expertenwissen erspart an dieser Stelle viel Zeit. So erhalten Führungskräfte durch die Auswertung alle Ergebnisse und können direkt zur Umsetzung der neu gewonnenen Erkenntnisse schreiten. Ob im Rahmen einer Vollversammlung oder in kleineren Gruppen werden die Ergebnisse jedem Mitarbeiter zugänglich gemacht. Das schafft Transparenz, eine der Grundlagen für Arbeitszufriedenheit und Mitarbeiterbindung.

In drei Schritten zur perfekten Mitarbeiterbefragung

Der erste Schritt auf dem Weg zu einer effektiven Mitarbeiterbefragung ist, sich einen Experten ins Boot zu holen. Damit sind sowohl die professionelle Durchführung als auch die korrekte Auswertung gesichert. Im zweiten Schritt erarbeiten Führungskräfte die Fragen. Der Fragebogen unkompliziert sein, daher ist es sinnvoll, die Fragen zielorientiert zu formulieren. Liegt der Fragebogen vor, kann eine Einbeziehung des Betriebsrats den Erfolg vergrößern. Im dritten Schritt wird die Befragung jedem Mitarbeiter zugänglich gemacht.

 Erkenntnisse gewinnen ihren Wert durch Umsetzung

 Mit der Auswertung erhalten die Führungskräfte eines Unternehmens wertvolle Impulse. Sie können erkennen, welche Faktoren verbesserungswürdig sind. So bietet die Mitarbeiterbefragung eine Abbildung der Stärken und Schwächen eines Unternehmens. Werden die Konsequenzen aus der Befragung mit der Belegschaft kommuniziert, verstärkt sich das Gefühl von Beteiligung und sowohl Vertrauen als auch Arbeitszufriedenheit werden gestärkt.

Fazit: Wenn die Voraussetzungen stimmen, gehört die Mitarbeiterbefragung zu den wirkungsvollsten Instrumenten der Personalführung. Wichtig ist zu Beginn, Vertrauen in die Maßnahme zu schaffen. Nach der Mitarbeiterbefragung sollten Führungskräfte deutlich machen, dass die Ergebnisse der gesamten Belegschaft und dem Unternehmen zugutekommen.



Bewertungen & Erfahrungen: Finanzexperte Andreas Kunze » Arbeitsrecht: Mitarbeiterbefragung als wertvolles Tool – aber darf das in Zeugnis?