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terrAssisi Renten I AMI: Produktspezialist Stefan Höhne im Interview

Stefan Höhne ist Produktspezialist und mitverantwortlich  für die strategische Portfolioausrichtung des Rentenfonds terrAssisi Renten I AMI (DE000A0NGJV5) der Kölner Fondsgesellschaft Ampega Investment. Im Interview mit dem Finanzjournalisten Hajo Simons skizziert er seine Einschätzung zur Lage an den Geld- und Kapitalmärkten im Jahr 2013 und was das für den terrAssisi Renten I AMI bedeutet.

Welche Entwicklung sehen Sie an den Geld- und Kapitalmärkten auf mittlere und längere Sicht?

Die Zinssteigerungen zur Jahresmitte 2013 in Europa sehen wir nicht als Zinswende. Vorerst dürften die Zinsen auf einem absolut niedrigen Niveau bleiben. Dies schließt vorübergehende, auch stärkere Schwankungen an den Rentenmärkten, also eine höhere Volatilität, nicht aus. Erst sobald sich die europäische Wirtschaft nachhaltig verbessert hat, das gilt insbesondere für die Mittelmeerländer, könnte die Europäische Zentralbank die Zinsen wieder erhöhen. Das sehen wir frühestens ab dem Jahr 2015.

Wird die Inflation trotz der anhaltend expansiven Geldpolitik der EZB so niedrig bleiben?

Ja, bezogen auf die Warenpreisinflation. Diese liegt aktuell spürbar unter dem angestrebten EZB-Ziel von nahezu 2 Prozent. Auch im Jahr 2014 sehen wir hier keinen großen Druck auf die Geldwertstabilität. Gefährlicher ist aus unserer Sicht momentan die Inflation bei den Vermögenswerten. Hier könnten sich allmählich Preisblasen bilden.

Haben wir bei der europäischen Staatsschuldenkrise nunmehr das Schlimmste hinter uns?

Zumindest scheint es so. Wendepunkte war die Ankündigung von EZB-Präsident Draghi, gleichsam alles Menschenmögliche zur Stabilisierung der europäischen Rentenmärkte zu tun. Richtig ist aber auch: Durch die EZB-Hilfe wurde nur Zeit für die nächsten Jahre gekauft. In denen müssen die Reformen in den Krisenländern konsequent durchgezogen werden. Das Thema wird Investoren an den europäischen Rentenmärkten deshalb bis auf weiteres beschäftigen.

Sind zum Beispiel italienische oder spanische Staatsanleihen wieder attraktiv?

Spanien sehen wir weiterhin fundamental negativ. Wir kaufen also bis auf Weiteres keine spanischen Zinspapiere. Italien scheint positiver als noch im Jahr 2012. Die Schuldentragfähigkeit des Landes ist gewährleistet. Somit kann man vereinzelt Pfandbriefe, Bankschuldverschreibungen und Unternehmensanleihen kaufen.

Wie haben Sie den „terrAssisi Renten I AMI“ als Rentenfonds mittel- und längerfristig positioniert?

Der „terrAssisi Renten I AMI“ konzentriert sich auf Nachhaltigkeit im doppelten Sinne. Die Investments werden ausgewählt nach den Nachhaltigkeitskriterien des Franziskanerordens sowie der Ratingagentur oekom.research AG. Der zweite Aspekt des nachhaltigen Ansatzes zielt auf eine sehr konservative, insbesondere krisenresistente Wertentwicklung. Diesen Ansatz berücksichtigen wir im Fondsportfolio durch vergleichsweise kurze Restlaufzeiten unserer Anleihen und durch hohe Anforderungen im Hinblick auf die Bonität der Schuldner.

Weil die Renditen qualitativ hochwertiger Zinspapiere weiterhin sehr niedrig sind, haben wir den Anteil an Unternehmensanleihen im Portfolio auf 40 Prozent erhöht. Somit haben wir eine recht defensive Ausrichtung. Auch falls die Eurokrise wieder aufflammen sollte, wäre der Fonds als nachhaltiges Investment sehr gut positioniert.


 


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