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Diamanten als Geldanlage: Auf diese Steine können Sie schauen

Zuletzt aktualisiert: 7. Dezember 2018

Vor allem Diamanten, etwa als Weihnachtsgeschenk, versetzen jede Frau in Verzückung – aber was taugen sie als Geldanlage (die Diamanten)?

Diamanten werden gerne als eine Investition beworben, die gefeit sein soll gegen Inflation und Währungsschwankungen. „Grundstück in der Westentasche“ nennt der Volksmund gerne die teuren Steine, die sich leicht transportieren und „diskret weitervererben“ (Werbung) lassen. Wird ein Diamant als Anlageobjekt erworben, so ist die Qualität des Edelsteins entscheidend für die Werthaltigkeit der Investition. Diamanten sollten daher immer nach den Maßgaben der vier „C“ erworben werden:

  • Carat: Gibt das Gewicht des Edelsteins an. Ein Carat entspricht 0,2 Gramm.
  • Cut: Bezeichnet den Schliff, der die Proportionen, die Symmetrie und die äußeren Merkmale des Diamanten zusammengefasst. Am bekanntesten ist der Brillantschliff.
  • Colour: Bezeichnet die Färbung des Diamanten. Gelbliche Steine sind weitaus geringwertiger als farblose Exemplare. Der ideale Diamant ist ein völlig farbloser Stein ohne jegliche Färbung.
  • Clarity: Beschreibt die Reinheit des Edelsteins. Die meisten Diamanten haben sehr kleine natürliche Merkmale, die als Einschlüsse bezeichnet werden. Je weniger und kleiner diese Einschlüsse sind, um so wertvoller ist der Edelstein.

Kein transparenter Markt für Diamanten

Da ein Laie kaum in der Lage ist, die Qualität eines Diamanten zu beurteilen, sollte er sich unbedingt ein Zertifikat eines renommierten Institutes ausstellen lassen. Hierzu zählen unter anderem das Antwerpener Hoge Raad voor Diamant (HRD) oder das Gemmological Institute of America (GIA). Aber Vorsicht: Die Zertifikate beschreiben nur die Eigenschaften des Diamanten, enthalten nie Preisangaben. Zudem sollte der Kauf nur bei anerkannten Juwelieren oder Handelshäusern erfolgen, die Mitglied an Diamantenbörsen sind.

Eine Geldanlage ohne Zinsen

Zudem sollte der Privatanleger zwei Nachteile der Diamanten als Anlageobjekt berücksichtigen: Zum einen werfen Diamanten wie Gold keine laufenden Erträge, sprich Zinsen, ab. Zum anderen gibt es für die Edelsteine keinen organisierten Markt, wo die Diamanten zu fairen Preisen gekauft und auch wieder verkauft werden können. An der berühmten Diamantenbörse in Antwerpen werden nur für den Großhandel Preise festgesetzt.

Privatanleger waren in der Vergangenheit daher oft enttäuscht, wenn sie nach ein paar Jahren die beim Juwelier erworbenen Steine wieder verkaufen wollen, denn die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufspreisen ist schon wegen der Umsatzsteuer erheblich. Als hartes Investment für harte Zeiten, sprich zur Währungsabsicherung, sind Diamanten aber durchaus überlegenswert – bleibt die ganz große Krise aus, kann man ja immer noch eine Frau damit glücklich machen, was ja auch eine Investition ist.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit Diamanten als Geldanlage?

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