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Mallorca & Coronavirus: Hier behalten Sie den Überblick

+++ Mallorca ist abgesperrt, die Insel steht wie ganz Spanien unter Quarantäne. Touristen wurden nach Hause geschickt, das öffentliche Leben ist zum Stillstand gekommen. Es ist leider genauso gekommen, wie es der Autor bereits vor einigen Wochen als mögliches Szenario beschrieben hat. Die Nachrichten überschlagen sich immer mehr. Damit Sie den Überblick behalten:

1. Eine spezielle Suchmaschine mit Google-Technologie vereint die wichtigsten deutschen Nachrichtenquellen zu Mallorca & Coronavirus. Einfach „Mallorca & Coronavirus“ eingeben und auf „Date“ umstellen.

2. Für den weltweiten Überblick empfehle ich die regelmäßig aktualisierte Sonderseite von Bing. Hier finden Sie die wichtigsten Zahlen zum Coronavirus für alle Ländern, natürlich auch Spanien.

Mallorca und das Coronavirus: Es begann mit dieser Analyse Ende Februar

[Anmerkung: Der Ursprungstext, der eine Quarantäne für ganz Mallorca als mögliches Szenario beschrieb, wurde bereits Ende Februar verfasst. Der Autor wurde bis wenige Tage vor der Quarantäne für ganz Spanien (15.3.) deswegen von mallorquinischer Seite massiv kritisiert.]

Mallorca und das Coronavirus – ein düsteres Szenario macht sich aktuell in den Köpfen der Menschen breit. Die ganze Balearen-Insel könnte unter Quarantäne gestellt werden. Niemand könnte Mallorca verlassen, niemand Mallorca erreichen. Die Flughäfen gesperrt, ebenso die Schiffshäfen. Zehntausende mit dem Coronavirus infizierte Einheimische und Touristen dürften ihre Häuser oder Hotels auf Mallorca nicht mehr verlassen, die Krankenhäuser sind überfüllt, die Lebensmittel werden knapp. Das Militär versorgt Mallorca mit Medikamenten aus der Luft.

Das Horror-Szenario für Mallorca wegen Coronavirus – ist das aktuell denkbar?

Leider ja, auch wenn lokale Regierung und lokale Medien derzeit noch eher beschwichtigen, um insbesondere den Tourismus 2020 und den Handel mit Immobilien auf Mallorca  nicht zu gefährden. Denn wegen des Coronavirus droht Mallorca eine Wirtschaftskrise apokalyptischen Ausmaßes. Lesen Sie hier die Fakten, die zur Besorgnis Anlass geben, dass es Mallorca hart treffen könnte.

  • Mallorca hat eine internationale Bevölkerung, neben Deutschen und Briten gibt es viele Chinesen und Italiener (etwa jeder 4. offiziell gemeldete Bewohner ist Ausländer).
    Ein Brite brachte das Coronavirus als 1. nach Mallorca (Marratxi, siehe Schaubild), ging aber selber ins Krankenhaus und ist inzwischen geheilt. Unter der Bevölkerung Mallorca gibt es allerdings viele Illegale, etwa aus Afrika und Südamerika und auch aus China, die sich eher scheuen, bei einem Infektionsverdacht zum Arzt zu gehen.
  • Mallorca ist eine Tourismus-Insel. Allein in den ersten beiden Monaten 2020 kamen Hunderttausende Touristen unkontrolliert nach Mallorca, darunter viele Chinesen, die das Coronavirus möglicherweise ahnungslos eingeschleppt haben. Touristen kommen nicht nur mit dem Flugzeug, sondern auch mit Schiffen, vor allem Kreuzfahrtschiffen. Gerade auf Kreuzfahrtschiffen war eine hohe Verseuchung mit dem Coronavirus zu beobachten.
  • Mallorca ist vor allem Palma de Mallorca. Die Hauptstadt ist der Mittelpunkt des Lebens, sowohl der Einheimischen als auch der Touristen. Etwa die Hälfte der Bevölkerung (rund eine Million) lebt in der Großstadt. Das begünstigt wie in den chinesischen Metropolen die Ausbreitung des Virus. Hinzu kommt die in südlichen Ländern sehr beliebte Bussi-Bussi-Begrüßung.
  • Mallorca Immobilien sind wie Immobilien in Spanien und im Süden von Europa üblich mit Klimaanlagen ausgerüstet, die auch zum Heizen gebraucht werden. Gerade im Frühjahr nutzen Mallorquiner die Klimaanlage zum Heizen, denn bis April ist es nachts noch ziemlich kalt auf Mallorca. Hotels sind ebenfalls mit Klimaanlagen ausgestattet. Über eine Klimaanlage wird das Coronavirus aber möglicherweise schnell im Haus verbreitet.

Quarantäne für Mallorca: Wenn der Urlaub ungewollt länger dauert…

Das Coronavirus wird sich vermutlich rasend schnell ausbreiten auf Grund der geschilderten Fakten. So wie in China wird am Ende gar nichts Anderes übrig bleiben, als Mallorca zu sperren und so zu verhindern, dass Hunderte oder Tausende Infizierte in andere Länder ausreisen und dabei Mitreisende anstecken. Oder eben Infizierte einreisen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat erklärt, dass die drastischen Maßnahmen in China Schlimmeres verhindert hätten.

Das wird die medizinische und moralische Legitimation sein, es woanders, etwa auf Mallorca, genau so zu machen.
Urlauber müssen damit rechnen, dass ihr Urlaub ungewollt länger dauern wird. Und keiner weiß, wie lange…

Selbst wenn Behörden zunächst vor Grenzschließungen zurückschrecken: Fluggesellschaften und Reeder werden vermutlich von sich aus den Betrieb nach und nach einstellen, da sie sonst die Gesundheit von Mitarbeitern und Reisenden gefährden – Schadenersatzklagen in Millionenhöhe könnten drohen. Oder es lohnt sich nicht, fast leer die Touren zu starten.

Die wirtschaftlichen Folgen werden extrem sein: Mallorca lebt vom Tourismus und dem Immobilienhandel. Viele Immobilien-Transaktionen werden nicht mehr stattfinden, weil die potenziellen Käufer einer Villa oder Finca auf Mallorca schlicht nicht mehr nach Mallorca kommen. Dadurch entgehen Mallorca Millionen an Grunderwerbssteuern, natürlich auch Millionen an Touristensteuer Mallorca. Viel wesentlicher aber ist, dass die Lebensmittelversorgung auf Mallorca von Einfuhren abhängt. Es wird nur noch wenig auf Mallorca produziert. Eine Sperre für Häfen könnte zu Lebensmittelknappheit auf Mallorca führen.

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(Fast) Tägliche Nachrichten zum Coronavirus auf Mallorca & Spanien

UPDATE 14.03.2020: Die schlimmsten Befürchtungen werden leider wahr: Nicht nur Mallorca, sondern ganz Spanien wird ab Montag 8 Uhr unter Quarantäne stehen. Jeder muss grundsätzlich zu Hause bleiben, nur Wege zur Arbeit, zum Arzt, Lebensmittelgeschäft und zur Bank werden erlaubt. Spanien wird damit praktisch zum 2. Italien, das sich ebenfalls komplett abgesperrt hat. Für deutsche Touristen wird es vermutlich ab Montag Morgen schwer werden, nach Deutschland zurückzukehren. Die Zahl der Toten liegt nun schon bei über 200.

UPDATE 12.03.2020: 
Erste Sperr-Maßnahmen in Spanien: Die Orte Igualada (Kartenansicht), Vilanova del Camí, Santa Margarida de Montbui y Òdena (zusammen 70.000 Einwohner, gehören zu Barcelona in Katalonien) wurden über Nacht abgeriegelt, Einwohner dürfen die Sperrzone nicht mehr verlassen. Allein in Igualada wurden 58 Corona-Fälle festgestellt – von 319 Katalonien.Die Regierung debatiert über ein Notstandsgesetz, wonach landesweit u.a. die Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden darf. Alle Einfahrten von Kreuzfahrtschiffen wurden mittlerweile verboten.

UPDATE 12.03.2020: 
Erster Todesfall auf Mallorca: Eine Frau starb im Krankenhaus an den Folgen der Corona-Infektion. Die offizielle Zahl der Infizierten: 20. Die Balearen-Regierung will nun an Flughäfen und Schiffshäfen Kontrollen, fordert dafür eine Erlaubnis der Zentralregierung. Mit anderen Worten: Die Abschottung Mallorcas wird vorbereitet. Lage Spanien: Rund 3.000 Infizierte, 84 Tote.

UPDATE 11.03.2020: 
Die Regionalregierung der Balearen hat neue Corona-Zahlen veröffentlicht, wonach es nun 16 Infizierte auf Mallorca und den Nachbarinseln geben würde. Das sind gute Zahlen im Vergleich zu anderen Regionen. Spanien insgesamt: über 2.000 Infizierte, 54 Tote. Hamsterkäufe haben deutlich zugenommen.
Die Mallorca Zeitung schreibt:

An den Gemüseständen waren Paprikas, Zucchinis und Bananen vergriffen. Auch von den typisch mallorquinischen Trockenkeksen der Firma Quely blieben in manchem Supermarkt allenfalls Krümmel übrig.

Alle Versammlungen mit mehr als 1000 Teilnehmern sind verboten worden, zunächst gilt das für 30 Tage. Was manchem Spanisch vorkommt: Die Zentralregierung hat gerade alle Flüge nach und von Italien verboten. Bei einer Wasserreise ist Gefahr wohl geringer. Jedenfalls machte am Dienstag das Kreuzfahrtschiff „Costa Smeralda“ der italienischen Reederei Costa Crociere mit zumeist Italienern an Bord in Palma de Mallorca fest. Die Kreuzfahrer spazierten dann zum Shopping in die Altstadt. Ein Leser des Mallorca Magazin kommentierte das so:

Dieser „Virenbomber“ hat 6192 potenzielle Virenträger (Passagiere) an Bord plus tausende Besatzungsmitglieder und ist bereits wieder auf dem Weg nach Italien um neue Passagiere an Bord zu nehmen. Wann endlich reagiert die Politik und verbietet so etwas?

UPDATE 10.03.2020: 
Die Zahl der offiziell bekannt gegebenen Fälle von Corona-Infektion auf Mallorca liegt jetzt bei 13. Gestorben ist zum Glück niemand, während in Spanien die Todeszahl nun schon bei 36 liegt.

Die ersten Hotels auf Mallorca haben Schließungen angekündigt, vor allem jene, die normalerweise viele ältere Gäste haben. Im Alltag macht sich das Coronavirus immer mehr bemerkbar. So haben die Hausverwalter angekündigt, bis Ende März keine Eigentümerversammlungen mehr abzuhalten. Bei einer der letzten in diesem Monat wurde heute Abend die Präsidentin der Communidad aber noch herzlich vom Verwalter umarmt. Die spanische Zentralregierung hat derweil alle Flüge zwischen Spanien und Italien verboten.
UPDATE 09.03.2020: 

Neue Corona-Fälle auf Mallorca und den Nachbarinseln: Eine Krankenschwester des Son-Llàtzer-Krankenhauses hat sich infiziert, außerdem ein Mann, der auf Reise in Turin war. Auf Menorca ist ein aus Madrid stammender Tourist erkrankt. Insgesamt gibt es damit nun 11 offiziell gemeldete Fälle. In Spanien sind Stand 9.3. bei über 1.000 Infizierten bereits 30 Todesfälle zu beklagen,

UPDATE 05.03.2020: 

Inzwischen sind es schon fünf Corona-Patienten auf Mallorca! Zwei Angehörige von „Fall 2“ sind ebenfalls erkrankt. Die Frau aus Palma de Mallorca hatte sich sich in der italienischen Stadt Bergamo aufgehalten (s. Update vom 29.2.). Sie ging ins Krankenhaus, wurde zunächst wieder nach Hause geschickt, wo sie dann wohl die Angehörigen angesteckt hat. Erst am Folgetag war sie stationär aufgenommen worden.  Die zwei neuen Corona-Patienten wurden ins Krankenhaus von Inca gebracht.

UPDATE 03.03.2020:  

3. Coronavirus-Fall auf Mallorca!  Es handelt sich um eine Frau (68), die eine Woche in Turin verbracht hatte und danach unter leichtem Fieber litt. Sie kam am 2.3. ins Krankenhaus, steht dort unter Quarantäne. Alle Kontaktpersonen werden kontrolliert. Heute wurde außerdem bekannt, dass bereits am 13. Februar in Valencia ein Spanier am Coronavirus gestorben ist.

UPDATE 29.02.2020: 

2. Coronavirus-Fall auf Mallorca! Eine Frau aus Palma de Mallorca, die kürzlich von einer Italien-Reise zurückkam, wurde positiv getestet, nachdem sie mit leichten Symptomen im Krankenhaus vorstellig wurde. In Spanien gibt es mittlerweile 42 bestätigte Coronavirus-Infektionen, also schon fast so viele wie in Deutschland. Spanien hat aber mit 45 Millionen Menschen eine Bevölkerung, die nur knapp halb so gross ist wie die von Deutschland. Offenbar breitet sich im Urlaubsland Spanien die Seuche viel schneller aus. Die aktuellen Zahlen: 10 in der Comunidad Valenciana, 8 in Andalucía, 7 in Madrid, 6 auf Kanarischen Inseln, 4 in Cataluña, 2 in Castilla y León, 2 in País Vasco, 2 auf den Baleares y 1 in ARAGón.

UPDATE 28.02.2020:

Balearen-Tourismusminister Iago Negueruela geht davon aus, dass das Coronasvirus keinen großen Einfluss aus den Tourismus von Mallorca haben wird. Die Hochsaison sei anders als auf den Kanaren noch weit weg. Der Sozialist weiter: „Wir sind gut vorbereitet und stehen in ständigem Kontakt mit den Behörden in Madrid. Es gibt derzeit keinen Grund zur Sorge.“
Bei den Hoteliers ist die Stimmung indes panisch, schließlich werden derzeit die Sommer-Buchungen gemacht und Ostern ist bald. Mehrere Fälle von Coronasvirus würden die Touristen wohl abschrecken. Vielleicht weiß Iago Negueruela einfach mehr über die Krankheit. Bislang gab es nur einen offiziellen Fall einer Corona-Infektion auf Mallorca. Es ist natürlich auch so, dass die Behörden entscheiden, was veröffentlicht wird… Derweil kündigte Gesundheitsministerin Patricia Gómez an, es würden keine Verdachtsfälle mehr gemeldet. Das beunruhige die Menschen nur. Nur noch Fälle mit nachgewiesener Coronavirus-Infektion würden veröffentlicht.

UPDATE 27.02.2020: 

Eugenia Carandell, stellvertretende Direktorin der balearischen Gesundheitsbehörde, hat an (möglicherweise) Infizierte appelliert, nicht die Gesundheitszentren oder Krankenhäuser auf Mallorca aufzusuchen, da sonst das Coronavirus dort weiterverbreitet werden könnte. Es werde eine mobile Einheit (Arzt, Krankenschwester, Fahrer) nach Hause geschickt, um einen Virus-Test zu machen.  Sollte der Patient positiv auf das Coronavirus getestet werden, werde er angewiesen, sein Zuhause die nächsten 14 Tage nicht zu verlassen. In dieser Zeit kämen Hausbesuche. Für geheilt werde jemand erklärt, wenn zwei negative Tests vorliegen.

UPDATE 26.02.2019:

Der Virologe Jordi Reina vom Landeskrankenhaus Son Espases in Palma de Mallorca erklärte, bei einer Pandemie könnten sich die Krankenhäuser um Patienten mit leichtem Verlauf nicht mehr kümmern. „Wir würden uns nur um die schwereren Fälle, wie etwa Lungenentzündungen kümmern“, sagt der Virologe. Die Inkubationszeit ist mit 14 Tagen außergewöhnlich lange, weshalb Reina Vorsichtsmaßnahmen wie etwa Temperaturmessung von Reisenden für nutzlos hält.

Flughafen Palma de Mallorca: So unheimlich sieht es da jetzt aus (Video)

Der berühmte spanische Sänger Miguel Ángel Rodríguez Jiménez (El Sevilla) hat ein Video von seiner Ankunft am Flughafen von Palma de Mallorca gedreht (10.3., vormittags 10.40 Uhr) und bei Instagram veröffentlicht. Es wirkt unheimlich…

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von El Sevilla (@miguelelsevilla) am

Analyse: Wie glaubwürdig sind die offiziellen Corona-Zahlen für Mallorca

Öfter wird in Deutschland und Spanien derzeit die Frage diskutiert, ob die Angaben von Behörden und Regierungen zur Corona-Ausbreitung glaubwürdig sind oder ob da möglicherweise beschönigt wird. Ziemlich unwahrscheinlich ist es m.E., dass vorsätzlich falsche Zahlen genannt werden. Das Risiko ist zu groß, dass so etwas mal geleakt wird. Dann würden noch Monate oder Jahre später Köpfe rollen.
Eine Stellschraube ist aber die Zahl der durchgeführten Tests. Logisch, wenn wenig getestet wird, bleibt auch die Zahl der positiv getesteten, also nachweislich Infizierten, zwangsläufig gering. Auf Mallorca hat die Regierung folgendes angeordnet.

  • Verdachtsfälle werden nicht mehr öffentlich gemacht
  • Die Verdachtsfälle sollen durch mobile Medi-Trupps zu Hause untersucht und getestet werden.

Es SOLL künftig 8 dieser Medi-Tuppps geben.

Um zu verhindern, dass mit dem Virus infizierte Personen das Gesundheitszentrum oder Krankenhaus aufsuchen und so die Ansteckungsgefahr vergrößern, steht eine neue, mobile Einheit bereit, die UVAC (Unidad Volante de Atención al Coronavirus). Sie besteht jeweils aus Arzt, Krankenpfleger oder -schwester sowie Fahrer. Acht solcher Einheiten sollen balearenweit aufgebaut werden, um Patienten zu Hause auf das Coronavirus zu testen.

Es gibt also noch gar nicht so viele. Angenommen, es wären schon acht. Wie viele Tests können
sie pro Tag durchführen? Angesichts der teils langen Anfahrtswege auf den Inseln (z.B. von Palma de Mallorca nach Cala Ratjada: 1 Stunde)  ist im Schnitt  je Medi-Trupp 1  Besuch pro Stunde realistisch. Bei einem Arbeitstag von 8 Stunden wären das etwa  8 Tests pro Tag, bei 8 Medi-Trupps 64 pro Tag – bei einer Bevölkerung (inklusive Besucher) von etwa 1,2 Millionen auf den Balearen gesamt, davon etwa 1 Million auf Mallorca.

Da Verdachtsfälle nicht mehr veröffentlicht werden und offenkundig bislang nur wenige Tests im Verhältnis zur Bevölkerung durchgeführt werden, ist das Ausmaß der Virusausbreitung auf Mallorca und den anderen Inseln daher kaum einzuschätzen.

Sollten in den nächsten Tagen weitere Todesfälle zu beklagen sein, wird die Regierung allerdings ein Interesse daran haben, die Zahl des Tests schnell zu erhöhen. Ansonsten droht aus PR-Sicht ein unschönes Verhältnis von Infizierten zu Todesfällen. Bei aktuell 20 Infizierten und 1 Todesfall (12.3.) liegt die Mortalitätsquote schon bei 5 Prozent, also fast auf dem Niveau von Italien. Da Mallorca sich nicht als Witwenmacher-Insel einen Namen machen will, steigt mit den Todesfällen das Interesse, die Zahl der offiziell Infizierten parallel zu erhöhen, um das Verhältnis zumindest auf Landesniveau zu bringen. Dafür würden dann, so meine Vermutung, sehr schnell mehr Tests durchgeführt.


Kommentare

paul kautenburger 15. März 2020 um 18:01

Wir sind ein Ehepaar, beide 83 Jahre alt, keine Risikopatienten, leben auf einer einsamen Finca Nähe
Llucmajor, MALLORCA: UNSER RÜCKFLUG NACH NÜRNBERG
GEHT AM 10.04.2020. Ist es sinnvoll bis dahin zu warten, oder
sollen wir wegen des Coronavirus den nächsten Flug nach nürnberg
zu nehmen?

Antworten

Andreas Kunze 16. März 2020 um 11:08

Guten Tag, ich möchte da keine Empfehlung abgeben. Aber folgende Überlegungen: Die Flugreise selbst ist, wenn überhaupt noch möglich, m.E. ein erhebliches Infektionsrisiko. Eine abgelegene Finca erscheint hingegen als der ideale Platz, um sich vor dem Virus zu verstecken. Andererseits: Die medizinische Versorgung ist in Deutschland wohl besser. Jedenfalls ist die Todesrate dort deutlich niedriger als in Spanien. Die Entscheidung können nur Sie selber. Ich wünsche Ihnen alles Gute.


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