„Grünes Geld“ im Test: Riskanter als gedacht

Beim Stichwort „Grünes Geld“ denken viele sicher an liebe Alternativ-Banker, die das Gute im Sinn haben und die Welt etwas besser machen wollen. Mag sein, doch der Grüne-Geld-Sparer geht mit einigen Angeboten hohe Risiken ein und kann viel Geld verlieren – ergab ein Test von ÖKO-Test.

„Gerade bei Umweltinvestments dominieren oft Anlageformen, die keinerlei Sicherheit bieten. Was gut für das Gewissen oder den Klimawandel scheint, muss daher nicht immer auch gut für den Geldbeutel sein“, lautet das Fazit von ÖKO-Test nach einer umfänglichen Analyse. Wer sein Geld „grün“ und mit gutem Gewissen anlegen will, dem könne ein böses Erwachen drohen.

Blockheizkraftwerk auf Pflanzenölbasis ist ein heißes Ding

Viele Grüne-Geld-Investments bergen laut ÖKO-Test tatsächlich ein hohes Risiko: Dazu gehören etwa Beteiligungen an Offshore-Anlagen auf See oder an Blockheizkraftwerken auf Pflanzenölbasis, aber auch Genussrechte oder Nachrangdarlehen an Firmen, die Solaranlagen bauen oder Windkrafträder errichten. Auch bei direkten Investments in die Wald- und Fortwirtschaft seien die rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken oft immens.

Viele untersuchte grüne Angebote wurden denn auch von ÖKO-TEST allein aufgrund der Anlageform in die hohe Risikoklasse 7 eingestuft: Bei der Geldanlage ist ein Totalverlust von Kapital und Zinsen möglich. „Allein das nachhaltige Anlageziel ist noch kein Indikator für die Güte des Angebots“, so ÖKO-Test. Das Magazin Mai 2014 gibt es ab dem 25. April 2014 im Zeitschriftenhandel.

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