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Zurück in die PKV

Diese Nachricht, gerade als Pressemitteilung gekommen, finde ich so sensationell, dass ich sie direkt hier veröffentliche:

PKV zur Aufnahme von in Not geratenen Ex-Versicherten bereit

Die Forderung von Unions-Fraktionschef Volker Kauder, wonach Menschen, die wegen wirtschaftlicher Not aus der privaten Krankenversicherung ausgeschieden sind, eine neue Absicherung benötigten, kommentiert PKV-Verbandsvorsitzender Reinhold Schulte:

„Die PKV-Unternehmen sind prinzipiell bereit, Nichtversicherte in ökonomischer Notlage, die zuletzt privat krankenversichert waren, in einen brancheneinheitlichen Tarif wieder aufzunehmen. Der Schutz würde von demjenigen Unternehmen gewährt, bei dem zuletzt Vollversicherung bestand.

Voraussetzung für dieses Angebot ist, dass auch die GKV die Bedingungen dafür schafft, ihre ehemaligen Mitglieder erneut zu versichern. Damit würden Rückkehrmöglichkeiten für grundsätzlich alle Menschen eröffnet, die aus wirtschaftlicher Not derzeit keinen Versicherungsschutz haben – so, wie Union und SPD dies im Koalitionsvertrag anstreben.

Die PKV stimmt mit der Bundesregierung darin überein, dass in einem modernen Sozialstaat niemand ohne Versicherungsmöglichkeit dastehen sollte. Glücklicherweise handelt es sich hierbei um ein vergleichbar überschaubares Phänomen: Vorliegende Erhebungen gehen für das Jahr 2003 von zwischen etwa 90 Tsd. und unter 200 Tsd. Betroffenen aus. Von der Politik mitunter genannte deutlich höhere Zahlen haben keine empirische Grundlage und dienen meist als durchsichtiges Argument zur Einführung der Bürgerversicherung.

Zu Detailgesprächen mit der Politik stehen wir jederzeit bereit. Auf Basis unserer Vorarbeiten und mit entsprechender gesetzgeberischer Flankierung könnte die Problematik der Nichtversicherten relativ schnell gelöst werden.“

Ein wichtiger Punkt wäre dabei allerdings, wie bei den „Rückkehrern“ die Prämie berechnet wird. In der Zwischenzeit (ohne Versicherung und ohne Prämienzahlung) wurde die Alterungsrückstellung nicht weiter aufgebaut. Wenn der Fehlbetrag bei der Altersungsrückstellung nun auf die neue Prämie umgelegt wird, dürfte das vor allem nach mehreren Jahren fehlenden Versicherungsschutz für viele unbezahlbar sein. Dann wäre die Rückkehr zwar theoretisch möglich, praktisch aber nicht.


Kommentare

Sven Lehmann 11. April 2006 um 19:32

so viel zu Theorie & Praxis 😉

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