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Weihnachten: Wie werde ich Geschenke wieder los?

Unschöne Geschenke oder sonstigen Trödel bei Ebay und anderen Internet-Auktionshäusern zu versilbern, ist populär geworden. Wer keinen Internetanschluss hat oder wem das alles schlicht zu kompliziert ist, dem können so genannte „Verkaufsagenten“ helfen, die in immer mehr Städten Ladenlokale eröffnen. Doch ein Blick ins Kleingedruckte sollte Pflicht sein.

Praktisch ist das: Einfach das geschenkte Kaffeeservice, die alten LPs oder die nicht mehr benötigten Kindersachen ins Geschäft um die Ecke bringen und nach einiger Zeit das Geld dafür abholen. Verkaufsagenten für Internetauktionen übernehmen vieles von dem, was der Verkäufer sonst selber machen müsste: etwa Fotos anfertigen, eine Beschreibung erstellen, die Ware an den Ersteigerer versenden.

Allerdings stehen dem einige Nachteile gegenüber.
Die Kostenfalle: Je geringer der Versteigerungserlös ist, desto mehr bleibt prozentual bei den Helfern hängen. Bei 100 Euro Erlös, bekommt der Verkäufer meist nur etwa 60 bis 70 Euro heraus. Das bedeutet einen Abzug von gut einem Drittel. Bei größeren Umsätzen von zum Beispiel 3.000 Euro begnügen sich die Verkaufsagenten mit deutlich weniger, und zwar etwa 10 bis 20 Prozent.

Die Pleitegefahr: Die Branche der Verkaufsagenten ist noch jung. So schnell wie manche kommen, gehen auch manche. Die Konkurrenz ist hart. Da kann es passieren, dass ein Auktionshelfer über Nacht verschwindet – und die Ware oder der bereits kassierte Verkaufserlös mit ihm. Je länger aber ein Anbieter – mit guten Bewertungen der Internetgemeinde – sein Geschäft betreibt, desto eher ist er als seriös einzustufen.

Außerdem: „Händler mit vielen guten Bewertungen erzielen wegen des größeren Käufervertrauens oft höhere Erlöse“, sagt Diplom-Jurist Sascha Kremer, E-Commerce-Dozent an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Die Mängelfalle: Ein Verkaufsagent handelt im eigenen Namen und muss gegenüber dem Käufer wie jeder andere Unternehmer Gewährleistung übernehmen, und zwar mindestens für ein Jahr. Er kann nicht wie ein Privatmann die Gewährleistung völlig ausschließen. Diese Pflichten reichen die meisten Verkaufsagenten über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) direkt an ihre Kunden weiter.

„Der Privatmann haftet dann, ob er es will oder nicht, wie ein Großversand“, so Kremer. Sein Tipp: „Verkaufsagenten mit schwammigen und unbestimmten Haftungsklauseln (… Kunde haftet für alle Schäden …) meiden oder die Klauseln aus dem Vertrag mit dem Verkaufsagenten streichen“.


Kommentare

Siggi 19. Dezember 2007 um 13:19

Zur Signal Iduna:

Das ist doch immer das gleiche Prinzip. Man teilt eine gro

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