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Finanzvergleiche: Wer haftet dafür?

Ein spannendes Buch ist mir gerade zugeschickt worden (Besprechung folgt), ein anderes spannendes Buch wird erst noch erscheinen – und zwar im April. Tja, so früh gibt es im Finblog Infos. Ich denke, das Buch könnte in Finanzunternehmen und Verlagen für Unruhe sorgen. Es geht u.a. um die Haftung für Finanzvergleiche und -tests, also um die immer beliebteren Stories wie die „10 besten Rentenversicherungen“.*

Die Medien machen es sich dabei recht einfach: Sie übernehmen Ratings und Rankings häufig ungeprüft von externen Quellen, ohne für die Empfehlungen letztlich gerade stehen zu wollen. Bei dem Buch handelt es sich um die Dissertation des Frankfurter Rechtsanwaltes Jörg Schwerdtfeger. Um es gleich vorweg zu sagen: Über den Autoren und sein Buch kann ich gar nicht neutral etwas schreiben, da wir seit unserer gemeinsamen Zeit bei der Stiftung Warentest gut befreundet sind und immer wieder einen erbaulichen Gedankenaustausch pflegen. Das Thema Finanzvergleiche hat uns dabei stets beschäftigt – ich habe die ein oder andere journalistische Geschichte daraus gemacht, etwa hier, Jörg Schwerdtfeger ist wissenschaftlich herangegangen. Er konzentriert sich in seinen Dissertation auf Versicherungsvergleiche. Aus dem Teaster-Text:


· Muss ein Versicherungsunternehmen Produktinformationen zur Verfügung zu stellen?
· In welcher Form dürfen die Resultate dargestellt werden?
· Welche rechtlichen Verteidigungsmittel hat ein Versicherungsunternehmen?
· Welche Folgen hat ein manipuliertes Vergleichsergebnis für Versicherungsunternehmen oder Makler?
· Haftet ein Verlag gegenüber einem Leser für die Folgen eines fahrlässig fehlerhaften Versicherungsvergleichs?

Das Buch erscheint unter der ISBN 3-8325-1209-8 und wird über den Buchhandeloder beim Logos Verlag Berlin, Comeniushof, Gubener Str. 47, 10243 Berlin für 40.50 € erhältlich sein.

Vielleicht kommt damit noch mehr Schwung in die Diskussion, ob Medien für ihre Ware Gewährleistung übernehmen müssten – so wie jeder andere Hersteller bzw. Verkäufer auch. M.E. wäre das eine echter Schritt zu mehr Verbraucherschutz, fairerem Wettbewerb – und besseren Journalismus. Beim letzten Jonet-Tag in Hamburg war die Diskussion sehr lautstark…


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