Was sich gegen Geldautomaten-Abzocke tun lässt

Alle Jahre wieder kommt die „Süddeutsche Zeitung“ mit dem Aufreger-Thema „Abzocke am Geldautomaten“. 2004 lautete die Überschrift: „Am Geldautomaten regiert die pure Willkür“. 2010 kam nun: „50 Euro abheben, zehn Euro zahlen“ Große Unterschiede sind inhaltlich nicht festzustellen. Damals wie heute war das Medien-Echo enorm: Bis zum Finanzenfachblatt BILD, wo der Vorstand vom Verbraucherzentralen-Bundesverband vzbv Gerd Billen etwas vom „kollektiven Wucher“ fabulieren durfte. Leider geht dabei völlig unter, wer eigentlich wem die Gebühren bei der Automaten-Nutzung berechnet: Es sind die Banken und Sparkassen untereinander.

Ein Beispiel: Ein Direktbank-Kunde zieht bei einer Sparkasse Geld, die pro Fremdabhebung fünf Euro haben will. Diese fünf Euro werden dann der Direktbank berechnet, nicht dem Direktbank-Kunden.
Es ist die Direktbank, die mit diesen Kosten ganz oder teilweise ihren eigenen Kunden schröpft. Sie muss das nicht tun. Es ist die Entscheidung der Direktbank, ob sie ihren Kunden für Fremdabhebungen zur Kasse bittet. Die Direktbank könnte genauso gut selber ein großes Automatennetz aufbauen. Die Kosten dafür sind ja offenbar sehr gering, glaubt man dem Vorstand vom Verbraucherzentralen-Bundesverband vzbv. Vielleicht könnte die Direktbank zumindest Mitglied im Geldautomaten-Pool der Privatbanken werden, was vermutlich auch nicht die Welt kostet.

Übersicht über Geldautomaten-Netze

Geldautomaten Netze

2 Kommentare

  1. Veröffentlich von ulrich am 2. Februar 2010 um 10:42

    @Tini: du hast aber schon mitbekommen, dass die Kreditkarten von Direktbanken z.B. bei vielen Sparkassen nicht mehr am Automaten akzeptiert werden?

    Ich bin seit ein paar Jahren bei comdirect. Die 7.000 Automaten der cashgroup bieten eine recht gute Versorgung und ich hab die Gewissheit, nicht in die Streitigkeiten der Banken bez

  2. Veröffentlich von Tini am 1. Februar 2010 um 15:13

    Ich wei

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