Überschwemmung unversichert: Vertreter verklagen

Der „Deutsche Anwaltsverein“ hat eine Idee für jene Überschwemmungsopfer, die nicht gegen Elementarschäden versichert sind: Sie könnten den Vertreter verklagen. Aus der Pressemitteilung:

Gerade wenn der Versicherungsvertrag in den letzten Jahren abgeschlossen oder angepasst wurde, lohnt es sich, die Frage nach einem Beratungsverschulden des Versicherungsvermittlers zu stellen. „Hat der Versicherungsvermittler die Versicherung gegen Elementarschäden überhaupt nicht angeboten oder gar hiervon abgeraten, so kann dies die Haftung des Versicherungsvermittlers und eventuell auch des Versicherers für die eingetretenen Schäden begründen“, erklärt Rechtsanwalt Arno Schubach, Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses der Arbeitsgemeinschaft Versicherungsrecht des Deutschen Anwaltvereins.

Sollten Vertreter oder Versicherer dagegen halten, das Gebäude sei gar nicht versicherbar gewesen, dann hilft vielleicht eine andere Pressemitteilung weiter, und zwar vom Versichererverband GDV. Auszug:

„Über 98 Prozent der Gebäude in Deutschland können gegen Überschwemmungsschäden, die entstehen, wenn Flüsse und Gewässer über die Ufer treten, versichert werden“. Das teilte Thomas Vorholt, Vorsitzender des Fachausschusses Sachversicherung im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft mit.

s. auch Finblog vom 3.6.08

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