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Test Haftpflichtversicherung von Finanztest unter Beschuss

Der Düsseldorfer Branchendienst ‚versicherungstip‘ wirft Finanztest/ Stiftung Warentest vor, beim aktuellen Test von Privat-Haftpflichtversicherungen seien einige der Prüfkriterien willkürlich und in der Gewichtung nicht nachvollziehbar. So seien die Haftpflichtversicherungen von Volkswohl Bund und Baden-Badener zu schlecht bewertet worden, heißt es als Kritik an dem Test.

Im aktuellen Test konnten Versicherer, die den von Finanztest formulierten „Grundschutz“ nicht erfüllten, laut Festlegung von Finanztest maximal die Note „befriedigend“ erreichen. Zugleich empfiehlt die Zeitschrift Verbrauchern, nur Versicherungspolicen abzuschließen, die mindestens mit der Note „gut“ bewertet wurden.

Anhand zweier Beispiele will der ‚versicherungstip‘ die Fragwürdigkeit der Testergebnisse aufzeigen: Die bestbenoteten Angebote, die den ‚Finanztest‘-Grundschutz vermeintlich nicht erfüllen, sind der Tarif KomfortPlus der Volkswohl Bund Sachversicherung AG mit einer Note von 3,0 und die Baden-Badener Versicherung AG mit dem „Top“-Tarif (3,1).

Baden-Badener und der Volkswohl Bund erfüllen Grundschutz-Bedingungen

Finanztest definiert seinen Grundschutz anhand von 10 Kriterien. Auf den ersten Blick erfüllen die Baden-Badener und der Volkswohl Bund alle Grundschutz-Anforderungen von Finanztest, in einigen Punkten bieten beide Tarife sogar deutlich mehr als gefordert, so versicherungstip:

Bei der Bewertung des Volkswohl Bund-Tarifes hat Finanztest einen Fehler gemacht. Die Redaktion unterstellte, der Tarif sehe keinen Haftpflichtschutz für eine im Ausland gemietete Ferienwohnung vor. Die Unterstellung beruht auf der Fehlinterpretation des Wortes „Inhaber“ in den Versicherungsbedingungen des Anbieters, das, was die Finanztest-Redaktion verkannt hat, die Bedeutung Mieter umfaßt.

Das K.O.-Kriterium für den Tarif der Baden-Badener war das Hüten fremder Hunde. Dies soll sich nach Auffassung von Finanztest auf alle Rassen erstrecken, nach den Bedingungen der Baden-Badener ist das Hüten fremder Kampfhunde aber nicht mitversichert.

‚versicherungstip‘-Chefredakteur Erwin Hausen merkt dazu an: „Nun kann man der Auffassung sein, daß es ganz gut ist, wenn möglichst viele theoretische Risiken abgedeckt sind, und bei Kampfhunden eine erhöhte Gefahr auf Personenschäden gegeben ist. Man kann aber auch abwägen, wie wahrscheinlich – weil verantwortungslos – es ist, wenn die Tochter den Kampfhund des Nachbarn aus Gefälligkeit ‚Gassi’ führt. Ob der Schutz sinnvoll ist oder nicht, dazu gibt es unterschiedliche Auffassungen. Bei Finanztest ist es aber ein absolutes Muß, denn bei ‚fehlenden Kampfhunden’ kann ein Tarif maximal noch befriedigend sein.“

[box type=“info“ size=“large“]Hinweis: Ein aktuellerer Test Haftpflichtversichererungen 2012 von Finanztest brachte viele „Sehr gut“–Ergebnisse [/box]


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