Strom sparen lohnt sich einfach nicht

Was kostet 1kWh, also eine Kilowattstunde Strom? Diese Frage stellte ich mir vor kurzem, weil die 13 Jahre alte Bosch-Waschmaschine zuhause möglicherweise bald ersetzt werden muss. Also schaute ich schon mal, was es so an Geräten im Elektronikmarkt um die Ecke gibt. Erste Erkenntnis: Moderne Waschmaschinen haben auf jeden Fall mehr Programme als das US-Privatfernsehen. Von Wolle-Kuschelkomfort-Perfekt über Pet-Hair-Removal bis Eco-Turbospeed-Schaummaximator ist alles dabei.

200 Kilowattstunden bei A+

Außerdem gibt es Energieklassen wie bei den Rating-Agenturen. A+ ist zwar schon gut, aber A+++ ist so sparsam, da reicht eigentlich schon ein Windrad auf dem Dach. So ähnlich wollte mir das ein Verkäufer weismachen. Genannt werden auch Jahresverbrauchswerte. A+ liegt bei etwa 200 Kilowattstunden, A++ nur bei 170 (bei 6 Kilo-Trommeln). Lohnt es sich, deshalb 50 oder 100 Euro mehr auszugeben für A++?

Verhältnis Kilowattstunden-Ersparnis und Mehrpreis

1kWh kostet etwa 25 Cent, habe ich herausgefunden. 30 gesparte Kilowattstunden bringen also eine Ersparnis von sage und schreibe 7,5 Euro – im Jahr. Bei den Jahresverbrauchswerten gehen die Hersteller von 220 Waschvorgängen aus, also 4 pro Woche. Das mag bei einer Großfamilie zutreffen, in einem 2-Personen-Haushalt ist vielleicht die Hälfte realistisch. Das halbiert aber wiederum die Ersparnis auf etwa 3,80 Euro im Jahr. Selbst wenn eine Stromspar-Waschmaschine mit A++ nur 50 Euro mehr kostet, dauert es über 10 Jahre, bis sich das amortisiert. Also achte ich lieber auf das Pet-Hair-Removal-Programm.

9 Kommentare

  1. Veröffentlich von Bastian am 27. März 2013 um 21:02

    "mein PC läuft mit 250V*10A=2500Watt." Was soll das für ein PC sein, der 2500Watt zieht?

  2. Veröffentlich von pipipitt am 29. Oktober 2012 um 20:51

    2 Maschinen pro Woche in einem 2 Personenhaushalt. Für Singles heißt daß 1/Woche – bzw. 1/2 + 1 1/2 (m=1/2, w=1 1/2) d.h. sind nur noch 1,90 € oder 95 cent für männl. Singles und 2,85 € für Weiber. Weiß schließlich jeder, daß es die Abstufungen 'sauber, kann man noch ma anziehn, geht grad noch so, geht im höchsten Notfall noch und dreckig', bei dem umweltfeindlichen, femininen Geschlecht nicht gibt, sondern eben nur 'einmal getragen = dreckig'.

  3. Veröffentlich von Efeuhaus am 8. Oktober 2012 um 17:04

    A++ ist immer interessant, schon deshalb, weil insgesamt gesehen weniger Energie verpulvert werden muss. Die Scheichs sind schon reich genug.
    Diese Art der "Effizienzklassen" halte ich für eine rein akademische Vereimerung, weil A eigentlich schon das Beste sein müsste- augenfällig wird dieser Unfug beim Auto, wo diese "Effizienzklassen" nach Gewicht unterschiedlich behandelt werden (Suchbegriff Effizienzklassenrechner) – dh. 140gr CO2 sind bei 800kg Leergewicht Klasse C und bei 1600kg Leergewicht A … 

  4. Veröffentlich von Marc am 26. März 2012 um 16:30

    Vielleicht ist A+++ beim Kühlschrank interessanter? Der läuft ja immer.

    • Veröffentlich von Andreas Kunze am 26. März 2012 um 17:12

      Noch besser wäre bei mir ein Laptop mit A+++ Gibt es aber noch nicht!



    • Veröffentlich von Chris am 8. Dezember 2012 um 22:16

      Klar gibts das. Ein laptop mit einem Intel Core i7-3612QM-Prozessor läuft mit 35 Watt, mein PC läuft mit 250V*10A=2500Watt. Das bedeutet ca.600 Eur ersparnis pro Jahr wenn ich umrüsten würde.



    • Veröffentlich von Hans am 1. März 2013 um 08:04

      übrigens ist Watt nicht gleich Kilowatt… 1kW sind 1000W… solltest deine rechnung also nochmal überdenken



  5. Veröffentlich von Harry am 20. März 2012 um 18:25

    Mensch Andreas Kunze,

    Sie sind ja ein Öko-Banause. Sie vergessen die Erhöhung der Stromkonzerne. Wer noch Solar auf den Dach hat, kann warmes Wasser in die Anlage einsteuern.

    Wo bleiben, die von Ihnen differenzierten Berechnungen.

    Nichts für ungut 🙂

    • Veröffentlich von Chris am 8. Dezember 2012 um 22:19

      ich verstehe ihren Kommentar nicht, da man (wie ich oben angeführt habe) mit umstieg bei PC ne Menge sparen kann. Es muss nicht unbedingt vom ökologischen Ansatz ausgehen, es kann auch Sparsamkeit sein die Herr Kunze zu dieser Aussage bewogen hat.



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