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Orkan-Schaden: Steuer-Nachlaß nur mit Versicherung

Nach Orkan „Emma“ gibt es natürlich viele Tipps in den Medien, was Geschädigte machen können, wer ihnen hilft usw. Unter anderem kommen Hinweise darauf, Schäden durch Naturkatastrophen könnten als als Außergewöhnliche Belastung bei der Steuer abgesetzt werden. Grundsätzlich ist das richtig, es gibt jedoch zwei Einschränkungen:

  1. Außergewöhnliche Belastungen können nur dann abgesetzt werden, wenn der zumutbare Eigenanteil überschritten wurde. Dafür gib es einen FINTEXT-Rechner
  2. Gar keine Steuererleichterung gewährt der Fiskus, wenn eine Versicherung für diesen Schaden hätte abgeschlossen werden können. Das hat der Bundesfinanzhof vor ein paar Jahren entschieden (III R 36/01).

Kosten zur Wiederbeschaffung lebensnotwendiger Vermögensgegenstände, wie Hausrat und Kleidung, die aufgrund eines unabwendbaren Ereignisses beschädigt oder zerstört worden sind, können demnach mangels Zwangsläufigkeit nicht steuermindernd als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt werden, wenn der Geschädigte es unterlassen hat, eine allgemein übliche und zumutbare Versicherung (hier eine Hausratversicherung) abzuschließen. 


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