Statistik: Immer weniger Sozialwohnungen

Von den einst vier Millionen Sozialwohnungen sind nur noch 1,5 Millionen übrig – 2,5 Millionen sind also schon verschwunden. Und es werden immer weniger: Nach Berechnungen von immowelt.de verlieren jährlich rund 100.000 Sozialwohnungen ihren Status, denn geförderte Wohnungen sind meist nur für 15 bis 20 Jahre an den niedrigen Mietpreis gebunden.

Wie hoch der Bedarf an Sozialwohnungen in Deutschland insgesamt ist, ist nicht bekannt. Der Bund erhebt dazu keine Daten, die meisten Bundesländer legten auf Anfrage von immowelt.de keine Zahlen vor. Laut einer Untersuchung des ISP Eduard Pestel Instituts für Systemforschung e. V. liegt der Bedarf bei rund sieben Millionen Wohneinheiten.

Besonders in Großstädten wie München oder Berlin ist die Nachfrage größer als das Angebot. Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Immobilienökonomik am Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, fordert hingegen die Abschaffung des sozialen Wohnungsbaus und eine Erhöhung des Wohngelds. „Die soziale Durchmischung lässt sich so besser erreichen, weil ein Wohngeldempfänger nicht auf bestimmte Wohnungen beschränkt ist.“

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