Sprachkurs-Kosten absetzen

Diese Pressemitteilung vom ‚markt intern‘-Verlag finde ich einfach lesenswert, so dass ich sie ohne weitere Anmerkungen hier veröffentliche:

Studenten und Arbeitnehmer, die den Sommerurlaub nutzen möchten, um ihre Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern, können die Kosten für Sprachkurse im Ausland als Werbungskosten steuerlich geltend machen, soweit der Kurs Voraussetzung für die Immatrikulation an einer Universität ist bzw. ein konkreter Zusammenhang mit der Berufstätigkeit besteht. Dies berichtet der Düsseldorf Branchendienst ’steuertip‘ unter Berufung auf zwei aktuelle Urteile des Finanzgerichts Hamburg (Az. 1 K 87/05 und Az. 2 K 25/06). Beide Urteile sind bestandkräftig. Neben den reinen Kursgebühren führen auch Ausgaben für die (Flug-)Reise, Unterkunft und Verpflegung zum Werbungskostenabzug.

Im ersten Fall hatte sich eine Studentin bei der renommierten ‚Bucerius Law School‘ in Hamburg beworben. Zur Erlangung des erforderlichen Sprachzertifikats entschloß sie sich zu einem mehrmonatigen Aufenthalt in den USA. Alles in allem ergaben sich Kosten von mehr als 20.000 Euro.
Im zweiten Fall entschieden die Hamburger Richter, daß einem Werbungskostenabzug nichts entgegensteht, wenn Fremdsprachenkenntnisse für den Beruf benötigt werden. Nachweisen läßt sich der Zusammenhang zur beruflichen Tätigkeit am besten mit einer Bescheinigung des Arbeitgebers, aus der die konkrete Anwendung der Sprachkenntnisse in der Firma hervorgeht (z. B. Verfassen bzw. Übersetzen der Korrespondenz, Führen von Telefonaten in der jeweiligen Sprache, etc.). Indizien für einen beruflichen Zusammenhang sind darüber hinaus auch die Gewährung von Bildungsurlaub oder die Zahlung eines Zuschusses.
Tip: Den Werbungskostenabzug darf das Finanzamt nicht mit dem Hinweis abblocken, daß vergleichbare Fremdsprachenkenntnisse auch durch Kurse im Inland erlangt werden können. Nach der neueren Rechtsprechung ist anerkannt, daß eine Sprache in dem Land, in dem sie gesprochen wird, effizienter zu erlernen ist. Die mit einem Auslandsaufenthalt verbundenen höheren Kosten muß der Fiskus somit akzeptieren.

3 Kommentare

  1. Veröffentlich von Au-pair am 13. Juni 2009 um 18:18

    H

  2. Veröffentlich von David am 10. März 2007 um 21:51

    Danke Christian, du hast genau das gesagt was mir noch zu diesem Beitrag eingefallen ist.

    Dem habe ich weiter nichts hinzu zu f

  3. Veröffentlich von Christian am 10. März 2007 um 11:29

    M.E. nach ist noch wichtig zu erw

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