Privatrente: So lange MUSS man leben

Glaubt man der Allianz-Werbung, dann irren in der Zukunft nur noch ausgemergelte Methusalems durchs Land, die froh sind über eine warme Suppe. Der Lichtblick in diesem düsteren Szenario: Die Riester-Rente, die offenbar so einen schlechten Ruf hat, dass es die Allianz mit dem Begriff „Volks-Rente“ versucht.

Was die Leute dabei von der Allianz bekommen, sagt die Werbung nicht. Erwähnt wird nur, was der Staat dazugibt. Das wird wohl seinen Grund haben. Was ebenfalls fehlt: der Hinweis, dass ein Kunde natürlich auch sehr früh sterben kann und dass das Geld dann weg ist. Tja, wie lange muss ein Kunde eigentlich mindestens leben, damit sich eine Privatrente überhaupt lohnt? Ganz schön lange.

Eine vereinfache Rechnung: Opa investiert mit 65, sagen wir, 20.000 Euro in eine sofort beginnende Leibrente. Dafür kriegt er, bei guten Anbietern, vielleicht 100 Euro Monatsrente. Mindestens 200 Monate, also 16,7 Jahr muss die Rente mindestens gezahlt werden – dann hat Opa erst den Break-even nominal erreicht. Berücksichtigt er die Inflation (die Rente verliert ständig an Kaufkraft), dauert das alles noch viel länger.

Warum ist das erzähle?
1. Weil ich meine, dass man als junger Mensch überall sparen sollte – eine Rentenversicherung aber erst abschließen sollte, wenn man vor der Rente steht. Dann lässt sich mit einer Gesundheitsprüfung im eigenen Interesse klären, wie die Chancen stehen, die „Wette auf ein lanes Leben“ zu gewinnen.

2. Weil ich natürlich auf unseren neuen Rechner hinweisen möchte, mit dem jeder schnell prüfen kann, wie alt er werden muss, damit sich das Geschäft lohnt. Download unter:
www.fintext.de/privatrente.pdf

5 Kommentare

  1. Veröffentlich von Aktuar am 18. September 2005 um 23:53

    @4: Entscheidend ist, dass es sich um eine Versicherung handelt, d.h. dass die wirtschaftlichen Folgen der Unsicherheit reduziert werden. Nicht relevant ist es, ob es sich um Personen- oder Sachversicherungen handelt. Auch Personenversicherungen k

  2. Veröffentlich von Andreas Kunze am 18. September 2005 um 14:07

    @2: Das eine ist eine Schadenversicherung, das andere eine Personenversicherung. Schon deshalb die liegt die Frage neben der Sache.

  3. Veröffentlich von Andreas Kunze am 18. September 2005 um 14:04

    @1: Da Sterbetafeln (die Kalkulationsgrundlagen) ausgetauscht werden k

  4. Veröffentlich von Aktuar am 17. September 2005 um 21:45

    Wie lange muss man eigentlich Auto fahren, damit sich eine KFZ-Versicherung lohnt, wenn man keinen Unfall hat ? (das Geld ist weg und die Versicherung musste keine Leistung erbringen!)

  5. Veröffentlich von m-pax am 16. September 2005 um 11:57

    >1. Weil ich meine, dass man als junger Mensch

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