Selbstbeteiligung Versicherung: Wann sinnvoll, wann nicht?

Wird bei der Versicherung eine Selbstbeteiligung vereinbart, können die Kosten für den Versicherungsvertrag oft deutlich gesenkt werden. Doch Kunden sparen längst nicht bei jeder Versicherung. Es kommt ganz auf die jeweilige Selbstbeteiligung an, schreibt Vergleich.de.

Was ist Selbstbeteiligung? Marc Brammer, Geschäftsführer des Vergleichsportals Vergleich.de: „Der Kunde übernimmt kleinere Schäden bis zur vereinbarten Summe selbst; Kosten, die über diese Grenze hinaus anfallen, zahlt die Versicherung. Im Gegenzug wird der Versicherungsbeitrag gesenkt.“ Empfehlenswert sei eine Selbstbeteiligung beispielsweise in der Kfz-Versicherung. Zum einen kann so die Kasko-Prämie um 30 bis 40 Prozent gesenkt werden, zum anderen werden Versicherungsnehmer bei kleinen Bagatellschäden nicht hochgestuft, da sie diese selbst bezahlen.

Kasko-Versicherung bis 40 Prozent günstiger mit Selbstbeteiligung

Sinnvoll ist eine Selbstbeteiligung auch bei einer Gebäudeversicherung oder einer Rechtschutzversicherung. Selbst beim Abschluss einer Privaten Krankenversicherung (PKV) kann sich die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung lohnen. „Wer gesund ist und selbständig oder als Freiberufler arbeitet, sollte überlegen, ob eine Selbstbeteiligung nicht eingeschlossen werden kann, um Kosten zu sparen.“, so Brammer. „Für Angestellte und chronisch Kranke macht ein PKV-Selbstbehalt dagegen wenig Sinn.“ Auch bei der Privaten Haftpflichtversicherung oder der Hausratversicherung sei eine Selbstbeteiligung nicht vorteilhaft.

„Versicherungsnehmer sollten die Kosten der Versicherung genau prüfen.“, rät Brammer. „In einigen Fällen kann eine Versicherung ohne Selbstbeteiligung genau so günstig sein wie eine Versicherung mit Selbstbeteiligung. Wir raten deshalb dazu, vor dem Abschluss der Versicherung einen umfangreichen Vergleich durchzuführen.“

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