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Rente mit 67 – der Irrtum über die Rentenabschläge

Heute Morgen habe ich noch die originelle Umfrage zum Büro-Klau gelobt. Das sei mal was Anderes als der übliche Zahlensalat zu Riester-Rente, Altersvorsorge usw. Was schickt die Hamburg-Mannheimer (Ergo Versicherung) am Mittag. Auszug:

Aktuelle Emnid-Umfrage im Auftrag der Hamburg-Mannheimer:
Rente mit 67? Nicht mit mir!

Das gesetzliche Renteneintrittsalter wird schrittweise auf 67 Jahre erhöht – so hat es die Koalition beschlossen.
(…) Für diejenigen, die heute noch nicht 40 sind, heißt das: Die gesetzliche Rente gibt es ohne Abschläge erst ab 67. Doch gerade in dieser Altersgruppe ist der Wille, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen, besonders groß: 80 Prozent der Befragten zwischen 30 und 39 Jahren möchten nicht so lange arbeiten gehen. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Emnid im Auftrag der Hamburg-Mannheimer, eines Unternehmens der ERGO Versicherungsgruppe.
(…)
Fast dreiviertel der Befragten möchten nicht bis zum 67. Lebensjahr arbeiten, sondern vorzeitig in den Ruhestand gehen. Das ´Wunschrentenalter´ von 72 Prozent der Befragten liegt bei 60 Jahren. Doch jedes Jahr, das man früher in Rente geht, bedeutet eine faktische Rentenkürzung um 3,6 Prozent. Über diese Einbußen sind sich die meisten bewusst – ebenso wie über die Notwendigkeit der eigenverantwortlichen Vorsorge: 84 Prozent der Befragten sind bereit, die drohenden Rentenkürzungen bei vorzeitigem Ruhestand durch private Vorsorge auszugleichen.

Das ist das Tolle an einer privaten Rente: Man kann sie mit 60 haben, mit 63 oder 65 oder auch mit 70. Zu blöd, nur dass jedes Jahres frührerer Bezug ebenfalls eine Rentenkürzung bedeutet. Zahlt ein 40jähriger 25 Jahre lang monatlich 1.000 Euro ein, kommt er mit 65 bei guten Anbietern auf eine Garantierente von etwa 1650 Euro.

Zahlt der 40jährige nur 20 Jahre lang monatlich 1.000 Euro ein, kommt er mit 60 bei guten Anbietern auf eine Garantierente von nur noch etwa 1150 Euro. Das sind rund 30 Prozent weniger oder pro Jahr vorzeitigem Rentenbezug etwa 5 Prozent Rentenkürzung. Ich wäre mal für eine Umfrage, wie viel Bundesbürgern diese Einbußen bewusst sind.


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