Privatrente mit Vielleicht-Garantie

Die private Rentenversicherung ist seit Jahresbeginn der große Verkaufsschlager. Einerseits, weil das Steuerprivileg der Kapitallebensversicherung entfallen ist; andererseits, weil es es neue steuerliche Förderungen gibt (insbesondere sog. Rürup-Zuschuss).

Wer sich dafür interessiert, sollte das Kleingedruckte GANZ GENAU lesen. Denn selbst die angeblich „garantierte“ Rente ist mittlerweile nicht mehr verlässlich, wie heute das Versicherungsjournal berichtet.

Bislang war es so: Wer eine „aufgeschobene Leibrente“ (erst einige Jahre einzahlen, dann Rente) vereinbart, kriegt einen Prognose- und einen Garantiewert genannt. Der Prognosewert ist das, mit dem der Lebensversicherer wirbt. Die Angabe zur späteren Rente ist aber völlig unverbindlich. Von 1000 Euro prognostizierter Rente sind typischerweise 600 bis 700 Euro reine Hoffnungszahlen. Nur 300 oder 400 Euro davon waren bislang garantiert. Auf diesen Betrag, der üblicherweise einer Rendite unter Inflationsniveau entspricht, konnte sich der Kunde verlassen.

Selbst damit ist es jetzt offenbar vorbei. Der Willkür werden die Türen immer weiter geöffnet. Ich finde: Wer trotz solcher Klauseln immer noch von „Garantien“ spricht, führt die Kunden bewusst in die Irre.

4 Kommentare

  1. Veröffentlich von Andreas Kunze am 30. Januar 2006 um 16:36

    @Lupe: Die gab es bereits Mitte der 90er, s. unter anderem hier
    http://www.zeit.de/2004/45/GS-Vers__II

  2. Veröffentlich von lupe am 30. Januar 2006 um 15:36

    Gab es nicht schon im Jahr 2000 Rentenversicherer, die bereits laufende Rentenzahlungen k

  3. Veröffentlich von Johannes am 30. März 2005 um 13:33

    Letztlich nehmen sich die Versicherungen so doch auch ihre Daseinsberechtigung. Keine Garantien kann ich auch bei hundsordin

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