Private Krankenversicherung teurer – etwas mehr Arbeitgeber-Zuschuss

Bei der privaten Krankenversicherung (PKV) gibt es noch die Prozente, die ich mir bei Geldanlagen wünschen würde. Laut heutiger Mitteilung steigt bei mir die Prämie für ambulante stationäre Behandlung um rund 20 Prozent jeweils. Erstaunlicherweise bleibt die Prämie im Zahntarif unverändert.
Mein Versicherer begründet die Erhöhungen pauschal mit steigenden Kosten im Gesundheitswesen. M.E. spielte eine größere Rolle, dass der Gesetzgeber in den vergangenen Jahren den Wechsel von jungen Leuten (gesund, wenig Ausgaben) erschwert hat und die Kapitalanlage-Erträge zurückgegangen sind.

Seit Jahresanfang ist der Wechsel zur PKV wieder leichter geworden. Das lässt mich für die nächste Prämienerhöhung hoffen.

Ein kleiner Trost für jene PKV-Versicherten, die angestellt sind: Für sie gibt es seit Jahresanfang einen höheren Arbeitgeber-Zuschuss. Grundsätzlich zahlt der Arbeitgeber wie bei einem Kassenmitglied die Hälfte der Prämie. Der Zuschuss ist nach oben begrenzt, und zwar aktuell auf 271,01 Euro/Monat (zuvor: 262,50) in diesem Jahr. Dieser Maximalzuschuss errechnet sich aus dem seit 2011 auf 7,3 Prozent des Bruttoeinkommens festgeschrieben Satz. Der Maximalwert ergibt sich aus der zur Jahresbeginn leicht gesunkenen Beitragsbemessungsgrenze (3.712,50 Euro Monat, zuvor 3.750 Euro).

Zwei Beispiele: Ein Privatpatient muss statt bislang 400 Euro nun 460 an seinen Versicherer monatlich zahlen. Bislang konnte er 200 Euro als Zuschuss vom Arbeitgeber beanspruchen, nun 230. Der neue Zuschuss liegt noch unter dem Maximalbetrag. Zahlte der Privatpatient bislang aber z.B. schon 600 Euro und nun 650 Euro, so muss er die Erhöhung allein schultern, denn der maximale Arbeitgeber-Zuschuss war und ist ausgeschöpft.