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Private Krankenversicherung 2013: So viel wird es teurer (Auswertung Franke und Bornberg)

2013 wird ein teures Jahr für privat Krankenversicherte. Bereits vor Start der Unisex-Pflicht am 21.12.2012 haben einige Krankenversicherer den Analysten von Franke und Bornberg die neuen Tarife der Privaten Krankenversicherung (PKV) für ein neues Rating vorgelegt. Eine vorläufige Auswertung geschlechtsneutraler PKV-Vollversicherungen zeigt: Die Prämien werden teurer als erwartet. Eine Trost: Die Leistungen werden verbessert.

„Für einen Dreißigjährigen sehen die PKV-Tarife Beitragssteigerungen von vier bis zu 35 Prozent vor. Eine gleichaltrige Frau spart bei Abschluss eines Neuvertrags nach dem 21.12. im besten Fall sechs Prozent; es können aber auch bis zu 15 Prozent mehr werden“, erklärt Michael Franke, Franke und Bornberg-Geschäftsführer. „Dem ersten Trend nach wird die PKV für Männer und Frauen also deutlich teurer als erhofft.“ Gegenübergestellt wurden jeweils geschlechtsspezifische Altverträge und Unisex-Beiträge für das Jahr 2013.

PKV-Teuerung größer als erwartet

Grund für die Teuerungen sind eine Mischung aus Unisex-Kalkulation, allgemeinen Kostensteigerungen, Leistungsverbesserungen und einem künftig bis zu einem Prozentpunkt abgesenkten Rechnungszins (aktuell: 3,5 Prozent). „Richtig ist aber auch: Viele Versicherer nutzen die neuen Tarife zur Verbesserung ihrer Leistungskataloge. Damit gleichen sie Lücken zur gesetzlichen Krankenversicherung aus. Neu aufgenommen werden vor allem ambulante Psychotherapien mit bis 50 Sitzungen pro Kalenderjahr, offene Hilfsmittelkataloge und Suchtentwöhnungsbehandlungen. Auch Leistungen zur Hosptzversorgung, Palliativmedizin und Haushaltshilfe werden vermehrt integriert.“ Günstige Tarife mit schwachen Leistungen schwinden dafür zunehmend vom Markt.

Der vorläufigen Auswertung von Franke und Bornberg liegen endgültige PKV-Bedingungswerke von 13 Versicherungsgesellschaften und aktualisierte Beiträge von elf Gesellschaften zugrunde. Die Ergebnisse stellen maßgebliche Tendenzen der PKV-Tarifwelt nach Einführung der Unisex-Pflicht dar. Sie sind Basis eines aktualisierten PKV-Produktratings der Versicherungsanalysten.


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