PKV-„Standardtarif“ nur mit Wartezeit

Vor ein paar Wochen erklärte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, die Bundesregierung wollen sich die private Krankenversicherung Continentale vorknöpfen. Die Continentale hatte zuvor erklärt, sie wolle bei „Rückkehrern“ laufende Behandlungen nur nach einer Wartezeit bezahlen.

Seit 1. Juli haben früher privat Krankenversicherte einen Anspruch darauf, in den so genannten Standardtarif aufgenommen zu werden. Es besteht ein Annahmezwang. Die Continentale beklagte, die Rückkehrer würden erst kommen, wenn Behandlungen laufen. Deshalb müsse eine Wartezeit sein. Formal wird dem Annahmezwang zwar entsprochen – der Kunde zahlt Prämien, erhält aber zunächst keine Leistungen.

Die Bundesgesundheitsministerin hielt diese Haltung für rechtswidrig. Sollte Frau Schmidt so immer noch denken, muss sie sich nun mit allen privaten Krankenversicherern anlegen. Denn der Verband hat heute erklärt, alle Unternehmen wollten Rückkehrer nur mit einer Wartezeit von bis zu acht Monate für laufende Behandlungen wieder aufnehmen:

Die Branche erklärt, dass sie ab sofort über diese gesetzlichen Anforderungen hinaus denjenigen der heute Nichtversicherten, die sich bis zum 31. Dezember 2007 im Standardtarif versichern, nach einer Wartezeit von drei bzw. acht Monaten auch laufende Behandlungen erstattet. Die Vereinbarung von Wartezeiten ist notwendig, um zu vermeiden, dass sich Personen nur bei Bedarf versichern.

 

3 Kommentare

  1. Veröffentlich von Ludwig am 11. März 2013 um 14:15

    Ich denke, dass der standardtarif wohl nicht mehr zeitgemäß ist. Eine Warteizeit bei einer privaten Krankenversicherung einzuführen ist doch nicht zielführend.

  2. Veröffentlich von Anonymous am 3. Juli 2008 um 08:23

    Blo

  3. Veröffentlich von Marc am 15. August 2007 um 16:19

    Der Fehler liegt ja eigentlich viel tiefer im dualen Krankenkassen-System. Genau genommen reicht es wnn es nur PKVs oder nur GKVs g

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