Pflege-Bahr: Kritik an Finanztest-Test (PKV-Verband)

Pflege-Bahr lohnt sich nicht, heißt es bei Finanztest von der Stiftung Warentest, die die staatliche geförderte Pflegeversicherung getestet hat. Die Leistungen von Pflege-Bahr seien nicht ausreichend. Kritik an diesem Test kommt nun vom Verband der Privaten Krankenversicherer (PKV-Verband), dessen Mitgliedsunternehmen Pflege-Bahr-Versicherungen anbieten.

Die Einwände von Finanztest gegen die staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung würden ins Leere laufen. „Die Förderbedingungen definieren lediglich Mindestleistungen. Jedem Kunden steht es frei, nach seinen persönlichen Prioritäten und Möglichkeiten die Pflegezusatzversicherung bis zur 100-prozentigen Absicherung aufzustocken“, heißt es.

Finanztest hat jüngere Kunden bei Pflege-Bahr nicht berücksichtigt

Der PKV-Verband schreibt weiter: Bei näherem Hinsehen ergeben sich kritische Fragen nach der Testmethodik. Finanztest habe von vornherein nur Modellkunden im Alter von 45, 55 und 65 Jahren berechnet – und damit ausgerechnet jene Jahrgänge ausgeblendet, die bei einem Versicherungsbeginn in früherem Alter für minimale Beiträge wesentlich höhere Leistungen erhalten.

Beim Versicherungsbeginn zwischen 25 und 35 Jahren könne in der Regel bereits mit dem Mindestbeitrag von 10 Euro und 5 Euro staatlicher Förderung eine vollwertige Absicherung für die schwerste Pflegestufe III erreicht werden. Diese Tatsache wird den Lesern von ‚Finanztest‘ durch dessen Testauswahl schlicht vorenthalten, so der PKV-Verband in seiner Test-Kritik.

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