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Was die neue EU-Einlagensicherung ändert

In der EU werden neue Regeln für die Banken-Einlagensicherung gelten. Gut für die Sparer: Die Auszahlungsfristen nach Bank-Pleoten werden schrittweise von derzeit 20 Tagen auf 15 Tage im Jahr 2019 und sieben Arbeitstage im Jahr 2024 reduziert. Schlecht: Über 100.000 Euro gibt es kaum gesetzlichen Schutz, da die Sparer mithaften sollen.

Das Schutzniveau für Anleger war in der Finanzkrise schrittweise von zunächst 20.000 Euro auf 50.000 Euro und 2009 schließlich 100.000 Euro angehoben worden. Nun wird die Finanzierung der Notfallfonds europaweit „harmonisiert“. Die EU-Kommission schreibt dazu:

Im Prinzip müssen die Banken in allen Mitgliedsstaaten binnen zehn Jahren 0,8 Prozent der durch die Richtlinie gedeckten Einlagen in ihren Einlagensicherungssystemen vorhalten. In Staaten mit einem besonders konzentrierten Bankensektor kann die EU-Kommission ein geringeres Zielvolumen genehmigen. Es darf aber in keinem Fall 0,5 Prozent der gedeckten Einlagen unterschreiten.

Nationale Einlagensicherungssysteme können sich auf freiwilliger Basis gegenseitig Kredite gewähren. Die Beiträge der Banken in die Einlagensicherungssysteme werden risikogewichtet – Banken, die größere Risiken eingehen, müssen also mehr einzahlen.


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