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Macht Google bald die Immobilien-Portale platt?

Online-Portale für Immobilienanzeigen waren in den letzten 10 Jahren sehr erfolgreich, den Tageszeitungen das Geschäft mit Miete und Verkauf wegzunehmen. Nun werden die Immobilien-Portale möglicherweise vom Jäger zum Gejagten: Google möchte diesen Markt via Google Maps erobern.

In Australien hat Google gerade vorgestellt, wie die Immobiliensuche laufen soll: Der Immobilien-Interessent gibt z.B. einen Stadtteil ein und bekommt Objekte auf Google Maps angezeigt. Die Suche kann dann mit einem Menü wie bei den bekannten Immobilien-Portalen verfeinert werden, etwa mit einem Maximal-Preis. Zu den angezeigten Objekten werden per Klick Fotos und Infos angezeigt, dazu natürlich Werbung. Mit Google Street View lässt sich die Umgebung erkunden…
Laut Google wurden mit zahlreichen Maklern und kleineren Immobilienportalen Kooperationen geschlossen. Deren Objekte kann Google erfassen und anzeigen. Die großen Anbieter Australiens sind, wenig verwunderlich, nicht dabei. Hier ein Werbefilm von Google:

Wird das den Immobilienmarkt eines Tages umkrempeln? Die Google-Idee wirkt bestechend, es spricht aber auch einiges dagegen: Eine Map-Suche funktioniert nur, wenn der genaue Standort bekannt ist. Es gibt aber Eigentümer, die ihre Verkaufsabsichten nicht unbedingt an die große Glocke hängen möchten. Via Google würden sie eher identifierbar. Außerdem werden manche Objekte von mehreren Maklern angeboten. Das fällt normalerweise kaum auf – bei der Suche sozusagen nach Straße und Hausnummer wäre die Enttarnung unvermeidlich. So viel Marktransparenz, zweifellos gut für Käufer, wird der Immobilienbranche nicht unbedingt recht sein.



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