LBS-Wohneigentums-Studie: Bloss weg vom Dorf

Es gibt so etwas wie eine neue Landflucht: Das zeigt eine aktuelle LBS-Wohneigentums-Studie. Befragt wurden private Haushalte, die zwischen dem 1.1.2008 und dem 31.12.2011 Wohneigentum zur Selbstnutzung erworben haben oder noch bis Ende 2011 erwerben wollten. Dafür wurden laut LBS 20.001 telefonische und 2.000 persönlich-mündliche Interviews geführt. Das Ergebnis:

Über 70 Prozent (s. Graphik) der in den letzten vier Jahren neu oder gebraucht gekauften Eigenheime und Eigentumswohnungen wurden in den bundesdeutschen Ballungsgebieten erworben, heißt es laut LBS-Wohneigentums-Studie:

Während Mitte der 90er Jahre die Wohneigentumsbildung in Deutschland noch etwa zu gleichen Teilen auf die großen Verdichtungsräume und die übrigen Regionen (kleinere und mittlere Städte sowie ländliche Räume) verteilt war, so ist seitdem ein ungebrochener Trend zu eigenen vier Wänden in den größeren Wirtschaftszentren festzustellen.

Dies gilt für Gebrauchtkauf wie für für den Neubau, so LBS, wobei in den teuren Ballungsgebieten und Großstädten eher die Eigentumswohnung statt das Einfamilienhaus gekauft wird. Der Anteil der Gebraucht-Erwerbe an allen Käufen ist in den letzten vier Jahren erneut angestiegen ist, und zwar von zuvor 56 auf 62 Prozent. Neubauten machten demgegenüber nur 38 Prozent aus, so die LBS-Wohneigentums-Studie.

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