EU will Girokonto für Jedermann

Die EU-Kommission will einen gesetzlichen Anspruch auf ein Girokonto schaffen. Das steht jedenfalls in einem heute veröffentlichten Richtlinien-Vorschlag („Richtlinie über die Transparenz und die Vergleichbarkeit von Zahlungskontogebühren, den Wechsel von Zahlungskonten und den Zugang zu einem Basiskonto“).

Laut EU-Kommission soll die Richtlinie u.a. folgendes regeln:

Darüber hinaus haben die Verbraucher ungeachtet ihres Wohnsitzes in der EU oder ihrer persönlichen finanziellen Situation Anspruch auf Zugang zu einem Zahlungskonto mit grundlegenden Funktionen („Basiskonto“). Die Mitgliedstaaten müssen dafür sorgen, dass mindestens ein Zahlungsdienstleister in ihrem Hoheitsgebiet ein Zahlungskonto mit grundlegenden Funktionen anbietet, und sollten die Öffentlichkeit über die Verfügbarkeit solcher Konten unterrichten. Die Zahlungsdienstleister dürfen die finanzielle Situation der betreffenden Person nicht als Grund für die Verweigerung eines Kontos anführen.

Bislang sind in Deutschland alle Initiativen gescheitert, ein „Girokonto für Jedermann“ gesetzlich zu verdanken. Seit 1995 gibt es lediglich eine „freiwillige Selbstverpflichtung“ der Kreditwirtschaft, wonach jedem Verbraucher auf Antrag ein Konto auf Guthabenbasis eingerichtet werden soll, das keine Überziehungen zulässt. Eine EU-Richtlinie müsste umgesetzt werden. Weitere Infos: http://europa.eu/rapid/press-release_IP-13-415_de.htm

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