Verwaltungsgericht Berlin: „Promotion“ reicht als Werbehinweis nicht aus

Werbung muss als Werbung eindeutig gekennzeichnet werden. Das ist eine Vorschrift des Rundfunkstaatsvertrages. Eine Dauerwerbesendung als „Promotion“ zu umschreiben ist unzulässig – und zwar schon deshalb, weil in Deutschland unter Promotion auch der Erwerb eines Doktor-Titels verstanden wird.

So hat das Verwaltungsgericht Berlin in einem Verfügungsverfahren entschieden. Es ging dabei um einen Sender, der eine Dauerwerbesendung „Meine Quelle“ ausgestrahlt und sie während Sendung mit dem Schriftzug „Quelle-Promotion“ gekennzeichnet hatte.

Dem Sender ist damit laut Pressemitteilung bis zur Entscheidung über die noch anhängige Klage (VG 27 A 34.08) untersagt, Dauerwerbesendungen mit dem Schriftzug „Promotion“ zu kennzeichnen. Gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts ist die Beschwerde zum Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg gegeben.

s. dazu auch den älteren Finblog-Eintrag „Die Angst vor dem Wort Anzeige“

1 Kommentar

  1. Veröffentlich von Volker am 5. Juni 2008 um 06:59

    Durchaus nachvollziehbar, da es sich hier wohl um einen typischen Unterschichtensender handelt.

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