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Geldanlage: 10 Thesen vom Bankenverband

Auch 2013 ist ein Jahr der Minizinsen. Das führt zu einer schleichenden Enteignung der Sparer. Denn die Zinsen reichen nicht aus, um den Kaufkraftverlust (durch Inflation) bei Sparkonten und Wertpapieren wie Bundesanleihen auszugleichen. Was tun? Wie kann man derzeit mehr aus seinem Geld machen? Dazu zehn Tipps vom Bankenverband, die ich mal als Thesen bezeichnen möchte, denn natürlich vertritt der Bankenverband die geschäftspolitischen Interessen der Banken.

1. Ersparnisse und Vermögen grundsätzlich breit streuen, verschiedene „Anlageklassen“ nutzen. Sich über seine Anlageziele und Risikoneigung im Klaren sein. denn: Ohne eine gewisse Risikobereitschaft sind Renditen oberhalb der Inflationsrate derzeit nicht machbar.

2. Investmentfonds ermöglichen langfristig attraktive Renditen bei einer breiten Risikostreuung. So sind Fondssparpläne gut geeignet, um mit regelmäßigen Sparbeiträgen allmählich Vermögen aufzubauen. Anleger müssen bei Fonds aber mit Wertschwankungen leben können. Die höchsten Ertragschancen haben auf lange Sicht Aktienfonds.

3. Unternehmensanleihen bieten eine höhere Verzinsung als Sparbriefe oder Bundesanleihen. Dabei gilt jedoch: Je höher der Zins, desto höher ist grundsätzlich auch das Risiko. Deshalb immer auf die Bonität des Unternehmens achten und Unternehmensanleihen dem Depot nur beimischen, das heißt nur einen (kleinen) Teil des Vermögens hier anlegen.

4. Bei Staatsanleihen muss ebenfalls auf die Bonität des Schuldners geachtet werden. Das hat nicht zuletzt die Euro-Schuldenkrise gezeigt.

5. Höhere Renditen sind mit Anlagen in Fremdwährungen möglich. Hier ist aber außer dem Bonitätsrisiko zusätzlich noch das Wechselkursrisiko zu beachten.

6. Aktien bieten oft attraktive Dividendenrenditen. Bei manchen DAX-Werten liegen sie über vier Prozent. Die Kehrseite: Anleger müssen – wie bei Investmentfonds – Wertschwankungen akzeptieren. Die Aktie ist eben auch ein Risikopapier. Anleger mit einem langen Anlagehorizont können jedoch mit einem breit gestreuten Aktiendepot erfahrungsgemäß auf Dauer deutlich höhere Renditen erzielen als mit festverzinslichen Anlagen.

7. Immobilien gehören als klassische Sachwertanlage zu einem breit gestreuten Vermögen grundsätzlich dazu. Wer nicht direkt in Immobilien investieren kann oder will, kann stattdessen auf gut geführte offene Immobilienfonds zurück greifen.

8. Manche Finanzprodukte werden mit dem Hinweis auf Steuersparmöglichkeiten beworben. Doch Achtung: Kapitalanlagen sollten nicht ausschließlich unter steuerlichen Gesichtspunkten ausgewählt werden.

9. Bei Anlageprodukten auf die Kosten achten. Auch ein ständiges Veräußern und Neuanlegen von Wertpapieren oder Investmentfonds kann erhebliche Kosten verursachen („Hin und her macht Taschen leer“). Meine Anmerkung: Investmentfonds ohne Ausgabeaufschläge gibt es bei Fondsvermittlern, nicht bei Banken.

10. Der „Notgroschen“ für unvorhergesehene Ausgaben gehört sicher und frei verfügbar angelegt, beispielsweise auf ein Tagesgeldkonto. Hier muss man nach Ansicht des Bankenverbandes die niedrigen Zinsen zugunsten hoher Sicherheit und schneller Verfügbarkeit hinnehmen.


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