Frankfurt nach Twitterart

Wenn ich in den letzten beiden Tagen in Frankfurt/ Main getwittert hätte, wären daraus wahrscheinlich folgende Kurzpostings geworden:

  • Medien-Seminar mit 10 Professoren. Brauche ich eine Krawatte? Im letzten Moment lasse ich sie weg. Zum Glück, ich wäre der einzige damit gewesen.
  • Pförtnerin fragt mich an allen Ernstes nach meinem Studentenausweis. Fühle mich 20 Jahre jünger.
  • Pinguin-Population mit Blauhemd-Mutation“: Spontaner Gedanke beim Anblick eines Rudels geklont wirkender Banker beim Mittagsessen im Westend.
  • Tutto bene“ fragt der italienische Kellner im italienischen Restaurant. Versehentlich antworte ich auf Spanisch: „Si, todo muy bien!“ Italiener sichtlich sauer: „Ich verstehe Sie nicht.“
  • Düsseldorf ist ebenfalls ein wichtiger Finanzplatz“, sage ich voller Lokalstolz. „Stimmt“, sagt mein Gegenüber, „man denke nur an IKB und WestLB“. Wechsle das Thema und erzähle vom tollen Medienhafen.
  • Schnorrer am Frankfurter Hauptbahnhof fragt, ob ich vielleicht „zwei, drei Euro übrig“ habe. Früher waren die noch mit einem zufrieden. Hat die Hyperinflation doch schon begonnen?
  • Steigen Sie auch in Köln aus“, fragt mich jemand im Zug. „Nein“, sage ich voller Lokalstolz, „ich darf nach Düsseldorf weiterfahren.“

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