EZB-Entscheidung: Kommen nächste Woche Strafzinsen?

Wirtschaftsexperten erwarten, dass die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag den Zins für Einlagen der Geschäftsbanken bei der Notenbank von derzeit null erstmals auf knapp unter null Prozent senken wird. Das bedeutet: Die Banken müssten Zinsen an die EZB zahlen, wenn sie dort Geld deponieren. Der Strafzins fürs Geldparken soll die Banken animieren, mehr Kredite zu vergeben.

„Den Schaden haben die Sparer, deren Zins nun noch weiter unter die Inflationsrate gedrückt wird“, sagte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn der WirtschaftsWoche.

Angesichts der erwarteten Zinssenkung durch die EZB fordert der Bankenverband: „Der Staat sollte die Zinsersparnis nicht für neue konsumtive Ausgaben nutzen, sondern per Steuersenkung an seine Bürger weiter geben“, so Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, der WirtschaftsWoche. Der Niedrigzins wirke auf Sparer wie eine zusätzliche Steuer, während der Fiskus profitiere.

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