Elterngeld und Steuerklassen-Wahl

Immer wieder sind die Medien Tipps zu lesen, durch den rechtzeitigen Wechsel der Steuerklasse lasse sich das Elterngeld erhöhen.
Theoretisch geht das so: Die Mutter will das Kind betreuen und wechselt ein Jahr vor der Geburt von Steuerklasse V in die günstigere III. Dadurch erhöht sich ihr Nettoeinkommen, das maßgeblich für die Elterngeld-Berechnung ist. Der besser verdienende Vater hat erst mal die schlechtere V, aber die mehr bezahlten Steuern holt er sich über den Lohnsteuerjahresausgleich zurück.
Soweit die Theorie.
Laut einer Richtlinie des Bundesfamilienministeriums sollen es die Elterngeldstellen aber als Missbrauch werten, wenn nur für das Elterngeld die Steuerklasse gewechselt wurde. Ein Indiz für Missbrauch liegt demnach vor, wenn in die III gewechselt wurde, ohne dass sich das Einkommen um mindestens 50 Prozent erhöht hat. Die Elterngeld-Stellen sollen dann so rechnen, als sei der Wechsel nicht erfolgt.
Weitere Infos hat die Stiftung Warentest hier:
http://www.stiftung-warentest.de/online/kinder_familie/meldung/1509997/1509997.html

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