Skip to main content

Einlagensicherung: Wie sind Investmentfonds geschützt?

Viele haben schon vom Einlagensicherungsfonds für Spareinlagen (Wikipedia-Link) gehört. Aber wie sind eigentlich Investmentfonds  geschützt, in die Millionen Deutsche ebenfalls Geld einzahlen? Schließlich gehören Investmentfonds oft zu Banken, Anteile werden bei einer Depotbank verwahrt. Gibt es einen Sicherungfonds für Fonds? Diese Frage beantwortet die AVL Finanzvermittlung.

Die Zwangsabgabe für Sparer auf Zypern hat das Vertrauen in den deutschen Sparerschutz jüngst erheblich beschädigt. Nur jeder Dritte hält das Geld noch für sicher. Das ergab eine Umfrage im Auftrag des Handelsblattes(Finblog-Link).  Am vergangenen Wochenende bestätigte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann dann die Befürchtungen vieler deutscher Sparer: Eine solche Zwangsabgabe sei auch in anderen Euro-Ländern denkbar, erklärte Weidmann in einem Interview mit dem Deutschlandfunk (Finblog-Link). Die EU-Kommission arbeite an einer „Haftungskette“ für Bankenrettungen. Nach Aktionären und Gläubigern sollen generell auch Bankkunden herangezogen werden, um den Steuerzahler zu schonen.

Die Einlagensicherung fürs Sparbuch oder das Tagesgeld sollte jedoch nicht verwechselt werden mit dem Sondervermögen-Status beim Fondssparen, sagt Uwe Lange. Der Grund: Das Geld eines Investmentfonds gilt nach deutschem Recht als Sondervermögen, geregelt im Investmentgesetz (InvG). Das bedeutet: Sowohl bei einer Insolvenz der Fondsgesellschaft als auch bei einer Insolvenz der Depotbank ist das Vermögen unantastbar. „Eine Depotbank verwahrt lediglich die Fondsanteile, ist aber vom Sondervermögen eines Fonds vollkommen getrennt.“

 Für Fondsvermögen gibt es keine 100.000-Euro-Grenze

Sollte ein Bank-Konzern zerschlagen werden und mit ihm eine dazugehörige Fondsgesellschaft, wäre das Sondermögen eines Fonds ebenfalls außen vor. „Somit sind die Fondssparer besser geschützt als etwa der Tagesgeld-Anleger, denn eine Begrenzung auf 100.000 Euro je Sparer gibt es nicht“, so der AVL-Chef weiter.

Die aktuelle Sparerschutz-Debatte sei ein guter Anlass, über Fondsinvestments nachzudenken. Nicht nur der unbegrenzte Schutz als Sondervermögen sei ein gutes Argument, auch die besseren Renditechancen sollten berücksichtigt werden. „Bei vielen Sparbüchern und Tagesgeldern machten die Anleger nach Abzug der Inflation bereits Verlust“, meint  AVL-Chef Uwe Lange.


Kommentare

Thomas Eckert 17. April 2013 um 20:37

Herr Lange hat völlig recht! In einer Finanzrepression wie derzeit findet aufgrund der niedrigen Zinsen und einer höheren Inflationsrate ein faktischer Vermögenstransfer von Sparern zu Schuldnern statt. Investmentfonds stellen eine wirklich gute Alternative dar!

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


Beliebte Suchen mit Google


einlagensicherung bei fonds (9)einlagensicherung union investment (8)fonds einlagensicherung (6)Einlagensicherung Fonds (6)einlagensicherung depotwerte (4)einlagensicherung für fonds (4)einlagensicherung investmentfonds (4)investmentfonds einlagensicherung (3)deka Fonds einlagensicherung (2)einlagensicherung deka (2)einlagensicherung sondervermögen (2)aktienfonds einlagensicherung (1)einlagenabsicherung von Deka-Investment (1)einlagensicherung aktienfonds (1)youtube union investment einlagensicherung (1)
Bewertungen & Erfahrungen: Finanzexperte Andreas Kunze » Finanzwissen » Einlagensicherung: Wie sind Investmentfonds geschützt?