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Finanzamt-Risikogruppen: Du bist ein hohes Steuer-Risiko, wenn…

Vor kurzem hatte ich hier die Pressemitteilung des Branchendienstes „steuertip“ aus Düsseldorf zitiert, wonach die Finanzämter künftig alle Steuerzahler in Risikoklassen eingruppieren, und zwar RK I, RK II oder RK III.

Heute bekam ich das 13-seitiges Schreiben, worin die Einzelheiten dieses Systems beschrieben werden. Es liest sich so aufregend wie alles, was Steuermenschen verfasst haben. Immerhin haben die beim Fiskus ein Händchen für peppig klingende Abkürzungen, wie man diesem Satz entnehmen kann: „Zukünftig sollen die Änderungen der Betragsgrenzen im Programm GraFiTI (Graphic Fin-Tec Innovation) direkt durch die OFD angewiesen werden.“

Man muss also bei Graffiti nicht nur an unerwünschte Schmierfinken denken.
Ich bin mit dem Schreiben noch nicht durch und noch weit davon entfernt, das alles zu verstehen. Zumindest lässt sich sagen, wer beim Finanzamt künftig als Hochrisiko-Kunde geführt wird. Und zwar:

Risikoklasse 1 (RK 1) – Hohes Risiko
Für diese RK kommen Fälle in Betracht, in denen z.B. auf Grund der Anzahl der
vorkommenden Einkunftsarten und der Bezüge zwischen den Einkunftsarten, auf Grund der Branche oder der Höhe der Einkünfte bzw. Umsätze vielfältige rechtliche und/oder tatsächliche Gestaltungsmöglichkeiten vorhanden sind.

Diese Fälle erfordern eine vollumfängliche intensive Prüfung auch unter Einsatz von Verprobungsmethoden (z.B. innerer und äußerer Betriebsvergleich, Geldverkehrsrechnung), Datenbankabfragen und Abstimmungen mit anderen Arbeitsgebieten (z.B. Prüfungsdienste).

Hierauf wird der Bearbeiter mit dem nachfolgenden Risikohinweis aufmerksam gemacht: „Fall der RK 1: Bitte den Steuerfall unter Einbeziehung der ggf. ausgegebenen Risikohinweise vollumfänglich prüfen.“

Auch die Verprobung fällt beim Fiskus also ziemlich trocken aus.


Kommentare

Pr 10. November 2009 um 20:16

Hallo Herr Kunze,

wo gibts denn das Dokument? Wikileaks 😉 ?

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Andreas Kunze 10. November 2009 um 20:22

@Prüfer: Ganz altmodisch bei Freunden.


Peter Scheller 10. November 2009 um 18:04

Hallo Gary,

grunds

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Gary 10. November 2009 um 12:03

Na das Herr Scheller das als Steuerberater schreiben muss, ist ja klar.

Mein Tip: Versucht nicht um jeden Preis

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peter scheller 10. November 2009 um 10:44

Dahinter stehen auch andere Gedanken, wir mir ein hochrangiger Finanzbeamter mal verraten hat.

Die Finanzverwaltung besitzt gar nicht gen

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