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Dresdner Bank mit „Sofortzins-Option“

Die Dresdner Bank bietet bei einer Sparbrief-Anlage eine „Sofortzins-Option“, um noch den alten Sparerfreibetrag in 2006 voll auszunutzen. „Die kompletten Zinsen werden mit Vertragsbeginn sofort fällig“, heißt es, und zwar für eine Laufzeit von bis zu vier Jahren. Auszug Pressemitteilung:

Mit dem Kapitalkonto mit Sofortzins-Option bietet die Dresdner Bank Kunden die Möglichkeit, sich ab einer Anlagesumme von 1000 Euro die komplette Rendite von 3,1 Prozent p. a. für eine Laufzeit zwischen zwei und vier Jahren sofort zu sichern.

Die Formulierung „komplette Rendite von 3,1 Prozent p. a.“ ist aber, sagen wir, möglicherweise missverständlich. Das wird deutlich, wenn man die Beispielrechnung der Dresdner Bank nachrechnet:

Wer beispielsweise zum 1. November für eine Laufzeit von vier Jahren ein Kapitalkonto mit einer Anlagesumme von 10.000 Euro eröffnet, bekommt sofort 1.149,55 Euro Zinsen gutgeschrieben.

Würden 10.000 Euro über vier Jahre mit einer Rendite von 3,1 Prozent p.a. angelegt, so ergibt sich ein Endwert von 11.298,86 Euro, der gesamte Ertrag beläuft sich somit auf 1298,86 Euro.
Die Dresdner Bank schreibt aber nur 1149,55 Euro gut. Das würde als Kapitalertrag nach vier Jahren einer Rendite von schlappen 2,76 Prozent p.a. entsprechen.
Wie kommt die Dredner Bank auf eine „komplette Rendite“ von 3,1 Prozent p.a.?
Vermutlich so: Sie unterstellt, die gutgeschriebenen 1149,55 Euro würden ebenfalls wieder sofort über vier Jahre zu 3,1 Prozent Rendite p.a. angelegt. Nur dann ergibt sich ein Gesamtertrag von 1298,86 Euro, der 3,1 Prozent Rendite p.a. nach vier Jahren entsprechen würde. Die Kunden müssten also zwei Verträge abschließen: Einen über die eigentliche Anlagesumme, einen zweiten über die sofortige Zinsgutschrift. Das geht aber nur, wenn die sofortige Zinsgutschrift die Mindestanlagesumme von 1.000 Euro erreicht.
Insgesamt vielleicht doch etwas umständlich für eine „komplette Rendite“ von 3,1 Prozent p.a. über vier Jahre – trotz des möglichen Steuervorteils. Andere Institute bieten über diese Laufzeit bis zu einem halben Prozentpunkt mehr.


Kommentare

Bodo 11. Oktober 2006 um 11:12

Warum widerspricht das dem Beispiel? Laut Pressemeldung der Dresder Bank bekommt der Kunde bei einer Anlagesumme von 10.000 Euro und einer Laufzeit von vier Jahren eine Sofortgutschrift von 1149,55 Euro; somit bleiben 8850,45 Euro als effektive Einzahlung. Allenfalls f

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Andreas Kunze 11. Oktober 2006 um 09:44

Das widerspricht aber dem von der Dresdner Bank beschriebenen Beispiel. Ich werde mal den Test machen, was die Dresner Bank wirklich einem Kunden mit 10.000 Euro raten w

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Bodo 11. Oktober 2006 um 02:51

"Missverst

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