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Multitalent Christoph Fasel und die ING-Diba

Ich hatte hier schon ab und zu über das so genannte „Institut für Verbraucherjournalismus“ geschrieben – in meinen Augen nur eine weitere PR-Metastase der ING-Diba. So habe ich das kürzlich auch einem Autoren des Medien-Magazins „Wirtschaftsjournalist“ gesagt. Gerade habe ich die Geschichte aus dem aktuellen Heft lesen können. Sie beschäftigt sich mit dem designierten Leiter der renommierten Henri-Nannen-Schule Christoph Fasel.

Derzeit ist Herr Fasel „Direktor des Instituts für Verbraucherjournalismus“ und, ganz Multitalent, Gesellschafter der PR-Agentur WortFreunde Kommunikation GmbH. Jene PR-Agentur stellt wiederum die Mitarbeiter des „Instituts für Verbraucherjournalismus“. Der „Wirtschaftsjournalist“ ging deshalb der Frage nach: „Wofür steht der Mann, der Journalistennachwuchs von einer Bank sponsern lässt?“

Auch Sponsor ING-Diba kommt in dem Artikel zu Wort. Auszug:

ING-DiBA-Sprecher Ott, ebenfalls im Beirat, sagt freimütig: „Das Institut haben wir uns zum 40. Geburtstag der Bank geschenkt.“

Genau, und die Beiratsmitglieder von Stiftung Warentest, Bundesverband der Verbraucherzentralen, „Guter Rat“ u.v.m. waren dann wohl die Überraschungshasen bei der Geburtstagsparty.

Über die zahlreichen weiteren Zuwendungen der ING-Diba für Medien es in dem Artikel:

Die Medien als verlängerte Werkbänke der ING-DiBa? Mit der Formel hat Ott kein Problem.

Einige Verbraucherschützer würde ich der Werkbank noch hinzurechnen.
Und weiter heißt es im Artikel:

Für Fasel wie für ING-DiBa-Sprecher Ott ist die unübersichtliche Gemengelage jedoch kein Problem: Wo ein Unternehmen Geld hineinstecke, stehe das Unternehmen auch drauf.

Ach wirklich, Herr Dr. Ott? Wo Sie Journalismus bezahlen, steht ING-Diba immer drauf? Dann schauen wir doch mal z.B. bei der Zeitung der Verbraucherzentrale NRW nach, die die ING-Diba mit 50.000 Euro Spende p.a. fördert. Sie wissen, das ist die Verbraucherschützer-Zeitung, die z.B. kritisch über Banken mit Ausnahme der ING-Diba berichtet.

Also ich habe es möglicherweise übersehen, aber dass diese Zeitung neben dem Steuerzahler von der ING-Diba bezahlt wird, finde ich dort nirgendwo erwähnt.



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