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Fast 5 Millionen Deutsche fallen Kartenbetrug zum Opfer

Endlich wieder neuer Statistik-Stoff. Diesmal zum Thema Kartenbetrug. Eine neue gesamteuropäische Verbraucherumfrage zeigt, dass 4,9 Millionen deutsche Erwachsene (9% der erwachsenen Bevölkerung) bereits Kredit- und EC-Kartenbetrügern zum Opfer gefallen sind. Laut der vom führenden internationalen Branchenverband ESTA3 herausgegebenen Studie gibt es europaweit schon mehr als 22 Millionen Kartenbetrugsopfer. Das entspricht der Bevölkerung von Belgien und Schweden. Nach Angaben der Europäischen Kommission liege der Schaden bei 25% der Betrugsopfer unter 150 Euro, bei 33% zwischen 150 und 500 Euro und bei weiteren 33% sogar über 500 Euro.

Fast die Hälfte (43%) der befragten deutschen Erwachsenen gaben an, dass sie wegen der drohenden Betrugsgefahr die Barzahlung elektronischen Zahlungsformen vorziehen. Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste aus Bad Homburg erklärt dazu: „Es überrascht nicht, dass angesichts der unglaublich hohen Zahl von Menschen, die in Deutschland schon Opfer von Kartenbetrügern wurden, viele nach wie vor lieber mit Bargeld bezahlen.“

Eine andere, von der Europäischen Kommission durchgeführte Studie ergab, dass ein Drittel der Betrugsopfer ihren Schaden nicht von ihrer Bank erstattet bekommen. Gleichzeitig wird mit einer Kampagne versucht, Kredit- und EC-Karten als bevorzugtes Zahlungsmittel durchzusetzen. Und auch die Europäische Kommission denkt darüber nach, wie sich die Bargeldverwendung reduzieren ließe. „Die Verbraucher sollten frei entscheiden können, wie sie bezahlen wollen. Ein Diktat von Politik und Banken, bei denen Einnahmen aus elektronischen Transaktionen im Vordergrund stehen, liegt nicht im Interesse der Verbraucher“, so Olschok weiter.

Gestützt werden diese Forderungen von Ergebnissen aus dem aktuellen EuroBarometer der Europäischen Kommission: Umfragen in allen 25 Mitgliedstaaten ergaben, dass 49% der Verbraucher am liebsten bar bezahlen. Ein ähnliches Bild zeichnet die ESTA-Studie: Fast zwei Drittel der Europäer (62%) sprechen sich nachdrücklich dafür aus, Bargeld als Zahlungsmethode beizubehalten.


Kommentare

Rico 23. November 2006 um 09:23

Fragt sich jetzt noch wieviel von den 9% selber schuld sind. 😉

Drei wichtige Punkte, die vor Missbrauch sch

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Jochen 21. November 2006 um 19:43

Es ist auch immer wieder erstaunlich wie von Handel und Bargeldlobby bei Kartenzahlungen die Geb

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